Von Freitagspferden und Siechenklappern

Zu Besuch in Deutschlands einzigem Lepramuseum

Zwei lebensgroße Figuren begrüßen die Besucher des Lepramuseums in Münster. Unheimlich sehen sie schon aus in ihren weiten grauen Mänteln und den groben, entstellten Gesichtern, die ihnen die Krankheit gegeben hat. Fast echt wirken sie in der originalgetreuen Umgebung des Hauses, das erstmals 1333 in den Urkunden der Stadt Münster als Leprosarium Erwähnung fand.

Um als solche erkannt zu werden mussten Leprakranke über ihrer Kleidung einen Siechenmantel tragen. Er trug somit zu ihrer Isolierung und Stigmatisierung erheblich bei. Nicht fehlen durfte die Siechenklapper, durch deren scheppernden Lärm die Betroffenen gesunde Personen vor sich warnen mussten. Das Instrument bestand aus drei losen miteinander verbundenen Holzstücken und verursachte die typische Melodie der Leprakranken, wenn sie auf den Straßen unterwegs waren.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERADr. Ralf Klötzer ist seit 2005 Vorsitzender der Gesellschaft für Leprakunde sowie des Lepramuseums. Er ist Historiker aus Leidenschaft und kam durch einen Auftrag des Stadtarchives im Jahre 1992 erstmals mit der Geschichte der Seuche in Berührung. Eigentlich schon viel früher, denn als Kind, so erinnert er sich, hat er aus alten Bettlaken Streifen gerissen und sie als Binden und Wundmaterial in die armen Ländern geschickt. „Sie waren damals schon für Leprapatienten bestimmt. Dieses kindliche Wissen hat mich dann nicht mehr losgelassen.“

Der Stadtteil Kinderhaus liegt rund 4 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Münster. In idyllischer, ländlich geprägter Umgebung mit Schrebergärten und vielen Bäumen stand einst das Leprahospital, genannt „Kinderhus“ der Stadt Münster. Davon sind noch die Umgehungsmauer sowie das Armenhaus mit dem Provisorenhaus übrig, in dem sich heute neben dem Heimat- auch das Lepramuseum befindet. „Es ist das einzige Lepramuseum in ganz Deutschland“, betont Dr. Klötzer. Er zeigt auf zwei zugemauerte Fenster in der Mauer. „Hier konnten die Kranken nach draußen sehen und das Geschehen auf der Straße beobachten.“ KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAGleich neben dem früheren Hospital stehen die frühere katholische Gertrudenkirche, heute Josefskirche genannt und ein Heiligenhäuschen mit der Heiligen Gertrud als Schutzpatronin der Leprakranken. Davor, auf der früheren Dorfhauptstraße Kinderhaus, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

„Das Hospital war ein Krankenhaus, aber ohne Aussicht auf medizinische Heilung. Hier wurden die Leprakranken gepflegt, ihre Wunden behandelt und sie bekamen zu essen“, sagt der gebürtige Frankfurter. „Die Ankömmlinge mussten ihren Besitz mitbringen. Dazu gehörten ein eigenes Bett, Kissen und Laken.“

Die sogenannten Leprosarien waren – mit eigenem Priester für die Kranken – seit 1179 für jede Stadt in der Christenheit vorgeschrieben. Im 16. Jahrhundert belief sich ihre Zahl auf rund 1.000 in Deutschland. „In der Stadt Münster gab es noch ein früheres Leprosarium, das vor dem ‚Kinderhus‘ gebaut wurde“, ergänzt der 56-jährige Wissenschaftler. „Anschließend entstand auf dem Gelände ein Werk- und Erziehungshaus für Jugendliche, das jedoch ab 1684 bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als Armenhaus der Stadt Münster diente.“

Zum Weltlepratag im Januar 1986 öffnete schließlich das Lepramuseum seine Pforten. Sechs Räume zeigen die Geschichte und Gegenwart der Krankheit. Außerdem wird auf die Geschichte der Leprahospitäler, auf die Darstellungen der Lepra in der Kunst eingegangen sowie Diagnose und Therapie erklärt. Außerdem gibt es eine übersichtliche Darstellung der Leprahilfswerke sowie der Dokumente der Gesellschaft für Leprakunde.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das münstersche Büro der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. „Besser kann es nicht sein“, sagt DAHW-Mitarbeiter Jürgen Belker-van den Heuvel. „Die Kooperation mit dem Museum und der Gesellschaft ist uns sehr wichtig. Das kulturgeschichtliche Erbe mit seiner Medizingeschichte ist für die Erarbeitung unserer aktuellen Aufgaben prägend.“ Das Museum zeigt die weltweite Arbeit der DAHW mit einer eigenen kleinen Ausstellung. Ideen zur Zusammenarbeit gibt es viele. Da gibt es zum Beispiel das so genannte „Freitagspferd“. Nach historischem Vorbild zieht ein Ross durch die Stadt, und es werden Spenden gesammelt. Wie früher auch, als dadurch die Pflege der Leprakranken finanziell unterstützt wurde.

Das Ereignis findet zwei- bis dreimal im Jahr statt. „Wir haben gute Kontakte zu mehreren Pferdehalterinnen“, sagt DAHW-Mitarbeiter Franz Tönnes. „Nicht nur wir sind mit dem Pferd unterwegs, sondern auch die Verantwortlichen des Reiterhofes. In der Stadt kommt unsere Initiative sehr gut an.“ Das nächste „Freitagspferd“ findet am 8. Mai 2015 statt. „Der Erlös kommt je zur Hälfte der DAHW und dem Lepramuseum zugute.“

Zurück bei den Vitrinen schiebt Dr. Klötzer eine Milchglasscheibe zurück. Zu sehen sind gesunde und erkrankte Nerven sowie ein befallener Fuß und eine Hand aus der Pathologie. „Das ist konkretes Anschauungsmaterial, das nur auf ausdrücklichen Wunsch gezeigt wird.“ Beliebter ist da der Heilkräutergarten vor dem Haus. Mit dem Sud der Pflanzen wurden früher Leprapatienten behandelt. „Ein gewisser Placebo-Effekt ist bestimmt nicht von der Hand zu weisen. Bei manchen hilft ja schon die Vorstellung, wieder gesund zu werden“, lacht Dr. Klötzer.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAwww.lepramuseum.de

Veröffentlicht in der Huffington Post am 21. März 2015.

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The Magic Hour

„Magic Hour“ is that time of day when all things are right. The beauty of the dripping golden light falling everywhere making everything glow is so pretty. If you aren’t sure what magic or golden hour is, then let me explain. It is that time of day when the sun is near the horizon, glowing, and just about to set. It is the hour as the sun rises and the hour as the sun sets. Before the sun rises/sets, it emits this hazy light that makes everything gorgeous. Most photographers agree that this time of day is THE best time to photograph. Magic hour’s name is very true. The light is truly magical!

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My first experience with Thai Boxing

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAI did it out of curiosity and, of course, because of fitness. The latter might have been the main reason. And, all in all, I enjoyed it. It was great.

I chose the place for Thai Boxing or so called Muay Thai, which is the correct name in Thai language, in Bangkok. I did some online research and found a place which caught my interest: Legend Thai Boxing, comfortable located right in the City centre next to Silom Station. I did 2 training units with a personal trainer. I must admit that my knowledge of Karate has been a great benefit.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Khun Suek Aek has been my personal trainer. Everybody calls him Kru Boy. He has quite an impressive vita. With 25 years he mastered already more than 200 professional fights at Lupini Stadium in Bangkok, Switzerland and France. Today he is an instructor and practice Thai boxing every day. His father was already a fighter and he learned the techniques from him.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Kru Boy began with Muay Thai when he was 11 years old. „Thai Boxing is not only trendy but also a very good exercise for the whole body“, says Manager Robert Baldridge. „At the same time you learn self defence.“ Many of his clients are coming from gyms which they found after a certain time boring. „Thai boxing is like cardio exercise, very good for heart and lungs.“KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

The studio in the heart of Bangkok counts 2.500 members, about 150 to 200 people are exercising per day. „We belong to the top boxing gym in town“, adds Robert. „All of our 12 trainers are professional fighters.“

I really enjoyed my 2 days there. And every day I walked out with a smile, because I knew that I did something good for my body and my mind. And, I try to continue with Thai Boxing in Germany. Right now I am looking for the right studio which fits my needs. Of course, I do continue with Karate. I think Muay Thai is a good addition. And when I am back in Bangkok I come again for some training.

More about the history of Muay Thai. Click here!

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Everyone who likes to practice at the studio and refers to that article gets a 10 % discount on classes and workshops.

A warm thanks to Legend Thai Boxing for welcoming sl4lifestyle as a guest. My opinion is of course my own.

Photos: Legend Thai Boxing (2), Enric Boixadós (6)

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About dreams

Bauhaus_Collage„I don’t like to talk about my dreams. I like to make them happen.I prefer to talk about them when they are done.“

Diane von Furstenberg

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Schlank mit Honig

honigdiätIch liebe Schokolade. Und Eis. Und Gummibärchen. Mmmhhh! Ja, ich weiß, Zucker ist ungesund. Zucker macht dick.

Doch ist es möglich, Süßes zu essen und gleichzeitig abzunehmen? Nee, ganz bestimmt nicht, denn dies ist ein Widerspruch in sich. Aber neueste Studien zeigen, dass Honig auf vielfältige Weise die Gesundheit positiv beeinflusst – vom Gewichtsverlust über einen angeregten Stoffwechsel bis hin zu einem besseren Schlaf.

Seitdem ich zum Detoxen in Thailand war, achte ich ganz besonders auf meine Ernährung. Und vor allem: Wie kann ich mich wohl fühlen und gesund bleiben?

Der Ernährungswissenschaftler Mike McInnes liefert mit seinem neuen und natürlichen Ernährungskonzept die Antwort: Honig als gesunde Alternative zum Zucker. Denn Honig wird anders als Zucker nicht in den Blutzucker eingespielt, um dort für die unangenehmen Auf und Ab’s des Heißhungers zu führen, sondern in der Leber eingelagert. Dadurch wird die Energiezufuhr direkt und optimal zum Gehirn geleitet und der Heißhunger verschwindet.

Ich habe es in den letzten Tagen mal ausprobiert. Es funktioniert, die Gelüste nach Süßem sind erstmal weg.

Mike McInnes: Die Honig-Diät. Der süße Weg zum Wunschgewicht, 151 Seiten, 16,99 Euro.

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr das Buch gewinnen!
Schreibt einfach in einem Kommentar bis Sonntag, 15. März, welche Abnehm-Methode Ihr empfehlen könnt. Alle Kommentare nehmen an der Verlosung teil. Viel Glück!

Übrigens, Eure E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

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Talking to Strangers

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAI cannot tell how many times I talked to strangers during my travels – often in broken English or hand gestures. Here I am with an Indian couple waiting for a ferry in Bangkok. I’ve met some of the most interesting people this way and their stories stay with me. And many of those people follow my Blog after our encounter. Thanks, folks around the world!

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Das, was bleibt

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA„Meine einstigen Reisen und die tiefen Eindrücke davon werden mir bis zum Ende meines Lebens bleiben.“

Von einer Frau, deren Erinnerungen ihr bis zuletzt Kraft und Freude gaben

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ITB 2015: Weltenwanderer und globale Nomaden

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Pressekonferenz Brasilien.

Pressekonferenz Brasilien.

175.000 Besucher an fünf Tagen mit der unbändigen Lust, einfach Urlaub zu machen. Und ich war dabei: In Berlin, auf der ITB 2015, der weltweit größten Reisemesse. Zugegeben nach drei Tagen habe ich meine Beine nicht mehr gespürt. Ich habe zig Kilometer durch die Messehallen zurückgelegt, um Gesprächspartner zu treffen und aktuelle Trends zu erfahren.

Pressekonferenz Indonesien.

Pressekonferenz Indonesien.

Insbesondere in Deutschland herrscht eine ausgelassene Urlaubsstimmung. Ist ja auch ganz klar, denn eine stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und sinkende Lebenshaltungskosten (was ja so auch seine Nachteile hat!) sorgen für ausgeprägte Reiselaune und motivieren die Bürger mehr denn je, ihr Geld für eine Urlaubsreise auszugeben. Davon profitiert insbesondere das Segment der Luxusreisen.

10.096 Aussteller aus 186 Ländern – mehr als zwei Drittel davon internationale Aussteller – präsentierten sich vom 4. bis 8. März 2015 in 26 komplett ausgebuchten Hallen. Insgesamt reisten dieses Jahr rund 115.000 Fachbesucher nach Berlin. Der Anteil aus dem Ausland betrug etwas weniger als die Hälfte. Es wurde beraten, verhandelt und gekauft. Geschäftsabschlüsse für 6,7 Milliarden Euro waren nach 5 Tagen unter Dach und Fach.

Im Gespräch mit Heike Pander.

Im Gespräch mit Heike Pander.

Gefreut habe ich mich, die Journalistinnen Cornelia Lohs, Heike Pander und den Fotojournalisten Enric Boixadós zu treffen. Denn allein lassen sich diese Wahnsinnserlebnisse kaum verarbeiten. Das muss man teilen, sich bereden, fragen, wie der andere auf momentane Booms reagiert.

Mit Reisejournalistin Cornelia Lohs.

Mit Reisejournalistin Cornelia Lohs.

Und vor allem haben wir erfahren, welchen großen Stellenwert der persönliche Austausch und die Begegnung von Menschen aus aller Welt für die Reisebranche hat, die zunehmend von der Digitalisierung geprägt wird.

Zu beobachtende Trends auf der ITB Berlin 2015: Das Buchen von Reisen über mobile Endgeräte ist einer der Megatrends und wird zur Selbstverständlichkeit. Reisewebsites werden durch immer bessere Softwarelösungen attraktiver, schneller und bequemer. Auch vor dem Hotel machen die digitalen Trends nicht halt: Hotelschlüssel werden immer häufiger durch Funktionen auf Smartphones ersetzt. Die Entwicklung von touristischen Apps geht schneller voran und findet durch die Smartphones der neuen Generation eine stetig zunehmende, dynamische Verbreitung. Zahlreiche Experten diskutierten die neuen Entwicklungen im digitalen Marketing, in Social Media und bei Mobile Travel Services in der eTravel World.

Auf den Pressekonferenzen konnte ich immer wieder erfahren, wie wichtig ein nachhaltiger Tourismus auch gerade für die ärmeren und armen Länder (zum Beispiel im südlichen Afrika) ist. Und wenn man mittendrin ist im globalen Dorf muss man sich entscheiden. Auf meiner Prioritäten-Liste für zukünftige Reisen stehen mittlerweile die nordischen Länder, aber auch Sardinien, Schottland und Irland, der Orient und, was kostet die Welt, die Antarktis!!

Indonesische Tänzerinnen.

Indonesische Tänzerinnen.

Und hier noch ein paar Zahlen: Von der ITB berichteten 5.180 akkreditierte Journalisten aus 75 Ländern und rund 350 Blogger aus 29 Ländern.

Die nächste ITB Berlin findet von Mittwoch bis Sonntag, 9. bis 13. März 2016, statt. Offizielles Partnerland sind dann die Malediven.

Pressekonferenz USA.

Pressekonferenz USA.

175.000 visitors during the five-day show, the ITB Berlin 2015 cements its position as the world’s leading travel trade show.

Logo_itb_with_claim_englishDespite international crises and the risk of political conflict around the world, as the 2015 holiday season begins the economic prospects for the global travel industry could not be better for the months to come. In Germany in particular consumers are keen to travel. Wage increases and a consistently stable employment market coupled with the falling cost of living have significantly increased spending. More than ever, this is why people are willing to spend their money on holidays. The luxury travel segment in particular stands to benefit.

Promoting the new ABBA museum in Stockholm/Sweden.

Promoting the new ABBA museum in Stockholm/Sweden.

From 4 to 8 March 2015 10.096 exhibitors from 186 countries, more than two-thirds of whom were from abroad, were represented in 26 display halls which were fully booked.

Trends at ITB Berlin 2015 included the massive rise in the use of mobile devices to book trips, a phenomenon that has now become the norm. Improved software means that travel websites are becoming more attractive and easier to use. Hotels are also witnessing the impact of digital trends. Smartphone functions are increasingly taking over from room keys. Travel apps are developing rapidly and becoming evermore widespread with the use of latest-generation smartphones. Despite the internet having brought about lasting change to the travel world with new travel apps and meta search engines, tourists continue to entrust the task of booking the time of the year they enjoy most with their local travel agency.

With journalist Heike Pander who specialises in Africa and Baobabs (trees).

With journalist Heike Pander who specialises in Africa and Baobabs (trees).

All the main travel destinations will benefit from the prevailing positive mood: Big European cities, Mediterranean countries and faraway destinations. A fact particularly worth noting is that Germany as a travel destination continues to break all records. The tourism market in Germany has grown for the fifth year in succession in every single federal State, and this positive trend is set to continue in 2015. For North Americans the cost of travelling to Germany has fallen to unprecedented low levels due to the strength of the dollar.

Around 5.180 accredited journalists from 75 countries and some 350 bloggers from 29 countries reported on events at ITB Berlin.

The next ITB Berlin will take place from Wednesday, 9 to Sunday, 13 March 2016. The Maldives will be the official partner country of the show.DSCF7241 (Large)Fotos: Enric Boixadós

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Meine Detox-Woche auf Kosamui

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERASchöne Erlebisse sollte man erst einmal sacken lassen. Sagt man zumindest. Und jetzt habe ich genügend Abstand, über meine Detox– und Destress-Woche im Samahita Retreat auf Kosamui zu erzählen. Ehrlich gesagt, ich möchte zurück, jetzt, sofort!KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ich wusste nicht, was auf mich zukommt. Aber die 7 Tage haben ein Stückweit mein Leben und meine Ansichten verändert. Ich würde sagen, zum Guten hin, aber, nun ja, das muss jeder für sich selbst entscheiden, der sich auf so ein Experiment einlässt.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Fangen wir mit Yoga an. Trotz einiger Kurse in Deutschland hat es mir nie so richtig Spaß gemacht. Das erste Mal, dass ich wirklich begeistert war, kam durch die Yoga-Lehrerinnen Summer und Tracy. Klar, auch, weil die Location zauberhaft war. Ein Pavillion am Meer in Thailand, sozusagen ein Übungsraum mit Aussicht.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ich gehörte zur Detox-Gruppe, also zu den Frauen, die ihren Körper entgiften und auch ihre Ernährungsweise umstellen wollen. Ja, tatsächlich, wir waren nur Frauen. Männer fanden sich dann eher in den anderen Gruppen, die Wellness-Tage mit Yoga, Meditation und veganer Ernährung ausprobierten.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAEine Woche lang ernährte ich mich von Gemüse-Smoothies und Ayurveda-Shakes. Strikt! Die ersten zwei Tage hatte ich Glieder- und Kopfschmerzen, doch ab dem dritten Tag fühlte ich mich einfach fantastisch. Ich verspürte zwar noch Appetit, aber keinen Hunger mehr.

Mit Yoga-Lehrerin Summer.

Mit Yoga-Lehrerin Summer.

Meine Yoga-Klasse besuchte ich dann nur noch am Abend, da ich morgens gerne ausschlafe! Und das Großartige waren natürlich neben den ganzen Wellness-Behandlungen auch neue Freundschaften zu den Frauen in meiner Detox-Gruppe: Ilona, die Kanadierin, die als Lehrerin in Shanghai arbeitet, die Anwältin Tuuli aus Helsinki, Daniela, eine Studentin aus Luzern, Life Coach Monique, die ein Bed and Breakfast in Amsterdam hat, Anja, Chemikerin aus Wien, Barbara aus Innsbruck, Paulina aus Singapur, Stephanie aus Zürich, Ann-Christin aus Oslo und Margi aus Holland. Gemeinsam lagen wir am Pool, schwammen im Meer und machten lange Strandspaziergänge. Das Retreat wurde zu unserem Zuhause. Sehr schnell!

Die Schweizerin Daniela macht Yoga am Strand.

Die Schweizerin Daniela beim Yoga am Strand.

Lange Spaziergänge am Strand vor dem Retreat.

Lange Spaziergänge am Strand vor dem Retreat.

Gerade zweimal machten wir Ausflüge zum turbulenten Chaweng Beach, stromerten über einen Nachtmarkt und besuchten Tempel. Das war’s dann aber auch, denn wir sehnten uns nach der Stille und Abgeschiedenheit des Retreats zurück. Unsere Tage wurden bestimmt von den festen Zeiten, in denen wir unsere „Mahlzeiten“ einnahmen. Ich hatte das große Glück, täglich zweimal den Saft von frischen Kokosnüssen zu trinken, worum ich von den anderen glühend beneidet wurde. Denn jede Fastenkur war anders und auf die Teilnehmerinnen abgestimmt.

Tuuli: "Einmal im Jahr gönne ich mir eine Woche nur für mich."

Tuuli: „Einmal im Jahr gönne ich mir eine Woche nur für mich.“

„Einmal im Jahr gönne ich mir eine Woche nur für mich“, erzählte mir Tuuli aus Finnland. Die Mutter von zwei Kindern ist schon zum vierten Mal im Samahita Retreat. „Hier finde ich meinen inneren Frieden und kann meine Batterien aufladen“, sagte die begeisterte Yogini. Und sie hat ihre Erfahrungen gemacht. „Wenn ich von hier abfliege, ist der Alltagsstress weg und ich fühle mich stark und ausgeruht.“ Die Vegetarierin macht zusätzlich ein Fernstudium in Psychologie und möchte in Zukunft ihr eigenes Ressort haben. Das Haus dazu hat sie schon: „Mein Elternhaus in Finnland, umgeben von zwei Seen und vielen Apfelbäumen.“

Monique bezeichnete die Woche im Retreat als Neustart. „Ich brauche einfach Zeit, um mich auf mich selbst zu besinnen.“ Nach der Zeit hier fühle sie sich total relaxt, mit leerem Kopf und einem Körper voller neuer Energie. „Meinen Job als Life Coach gehe ich nun mit neuer Kraft an!“

Yogalehrerin Tracy: "Unsere Gäste blühen auf, sie leuchten von innen.“

Yogalehrerin Tracy: „Unsere Gäste blühen auf, sie leuchten von innen.“

Yogalehrerin Tracy aus Philadelphia beschäftigt sich mit Heilkunst und unterrichtete sie in Arizona. Seit 10 Jahren macht sie Yoga und arbeitet seit über einem Jahr im Retreat. Sie hat Menschen kommen und gehen sehen. „Ich erkenne, wie der Prozess hier die Menschen verändert. Das ist genau das, was mir so an meinem Job gefällt: Unsere Gäste blühen auf, sie leuchten von innen.“ Das bestätigte auch Amy. Sie lebt seit zehn Jahren auf Kosamui. „Die Leute, die hierher kommen, sind meist sehr gestresst vom Alltag, vom Job und vom Leben zuhause. Sie sind die reinsten Nervenbündel. Und dann plötzlich, nach einer Woche, ist davon nichts mehr zu spüren“, meinte die Leiterin des Retreats. „Nein, Urlaub ist das hier nicht, das ist ein Veränderungsprozess für jeden einzelnen. Auch geben wir Anregungen, wie diese Erfahrungen auch zuhause fortgesetzt werden können.“

Leiterin Amy: "Hier sind schon viele Freundschaften entstanden."

Leiterin Amy: „Hier sind schon viele Freundschaften entstanden.“

Die Samahita-Gäste kommen aus aller Welt, doch in der Mehrzahl aus Europa. „Berufstätige Frauen überwiegen, doch es finden auch immer mehr Männer zu uns“, sagte Amy. „Wir legen viel Wert auf das gegenseitige Zusammensein, das Gefühl, eine Gemeinschaft zu sein. Deshalb gibt es bei uns auch nur große Tische, an denen man zusammensitzt und miteinander ins Gespräch kommt. Hier sind schon viele Freundschaften entstanden.“KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Meine Zeit im Retreat liegt schon ein paar Wochen zurück. Ja, und wie fühle ich mich jetzt: Immer noch gut, obwohl das Glücksgefühl, das ich während der Zeit meines Aufenthaltes und danach verspürt habe, schon ein wenig abnimmt. Doch die positive Grundstimmung habe ich beibehalten, und sie wird auch bei mir bleiben. Und ein paar Kilo habe ich auch abgenommen.

Außerdem: Detox werde ich auf alle Fälle wieder machen, das steht fest. Wieder in tropischer Umgebung! Im nächsten Jahr, ganz bestimmt!KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAsl4lifestyle war Gast im Samahita Retreat. Vielen Dank dafür.

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Veröffentlicht in The Huffington Post am 12. März 2015.

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Möglichkeiten

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAWie wahr, was Sharyn doch sagt:

„Als Fotografin bin ich so privilegiert. Ich sehe die verschiedensten Menschen und Orte – Möglichkeiten, die ich sonst nie bekäme.“

Sharyn Cairns, Fotografin, Australien

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