Safari-Notizen: Tag 2 als Urlaubs-Ranger

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Mit weiteren 7 Rangern auf Zeit begleite ich Brendon auf seinen Touren. Wir sehen Zebras, Nilpferde, Gnus und Impalas. Sie werden lokalisiert, um ihre Wanderbewegungen festzustellen. Der eine von uns zählt, der andere trägt die Zahlen und Geschlechter der Tiere in eine Liste ein. Mit einem Satellitengerät können täglich Nashörner und Löwen gesichtet werden.

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Plötzlich taucht in der Dämmerung vor uns eine Herde grauer Riesen auf. Der riesige Elefantenbulle mit den mächtigen Stoßzähnen stellt sich gerade mal drei Meter vor unsererm Landrover Defender hin. Wir haben verstanden. Brendon fährt ein Stück zurück.

Gut so, damit ist der Elefant zufrieden und pflückt weiterhin gemächlich die Blätter von den Bäumen. Ein Elefantenkalb taucht zwischen den Zweigen auf. Schaut uns an und macht sich dann wieder von dannen. Mit den Wildtieren auf Du und Du, das ist es, was das Leben im Busch ausmacht. Wir sind voll dabei und sagen vor lauter Spannung kein Wort.

Nächsten Samstag geht’s weiter. Zur besten Sendezeit. Auf sl4lifestyle!

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Info: Elela Africa

Fotos: Enric Boixadós

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Meine Auszeit: Hinein in die Welt!

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Die Wohnungstür, die Bürotür hinter mir schließen und lange nicht mehr öffnen, zumindest nicht mehr für einige Monate, genau das ist es, was ich nun machen werde. Ich geh dann mal weg, raus aus dem Alltag und rein ins Leben. Ist doch einfach, nicht wahr?

blumeNein, eben nicht. Zumindest nicht ganz so einfach. Denn dieses neue Leben benötigt ein wenig Planung, bei mir dauerte das Vorbereiten ein halbes Jahr. Es ist mein Ausstieg aus dem Arbeitsleben auf Zeit, auch Sabbatical oder Auszeit genannt, egal, es ist eh fast das gleiche.

Ich bin dabei, mir diesen „alternativen Trend“ zu erfüllen, von dem viele Menschen träumen. Ich will nicht nur davon reden, sondern es auch wirklich tun. Irgendeine Umfrage hat ergeben, dass sogar bis zu 75 Prozent der Menschen dem Gedanken nicht abgeneigt sind, ihren Arbeitsalltag zumindest für einen begrenzten Zeitraum Adieu zu sagen. Und die, die sich wirklich trauen, tun es zwischen 3 und 12 Monate, manche sogar noch länger. Bei mir sind es erst mal drei Monate. Und ich gehe mit einer sehr positiven Einstellung an die Sache, also an meine sehr persönliche Auszeit, heran.

abenteuerWas ist denn überhaupt ein Sabbatical?

Das aus dem Englischen entlehnte Wort „Sabbatical“ stammt ursprünglich aus dem biblischen Kontext und vom hebräischen Wort „Sabbat“ ab. Dort heißt es: „Im siebten Jahr soll das Land eine vollständige Sabbat-Ruhe zur Ehre des Herrn halten.“ Damit gemeint ist eine Art Atem- und Ruhepause für Äcker sowie Ackernde.

Ich bin jetzt keine Ackernde sondern Journalistin und Bloggerin. Und ich kann mir eine kreative Phase weit weg wirklich gut vorstellen. Ganz weg sein will ich dann doch nicht, sondern ab und an mal was von mir hören lassen. Bleibt einfach dran, und lest mein Web-Magazin sl4lifestyle. Denn hier erfahrt Ihr, was sich in meinem neuen Leben so tut. Und wo ich bin! Ich nehme Euch visuell einfach ein Stückweit mit auf den Trip!

Und wenn Ihr es auch machen wollt, hier sind 3 Tipps für den Ausstieg auf Zeit:

  1. Überstunden oder Urlaubstage auf einem Arbeitszeitkonto ansparen
  2. Unbezahlten Urlaub nehmen
  3. Für einige Monate auf einen Teil des Gehalts verzichten und sich diesen dann während des Sabbaticals auszahlen lassen. So ist man weiter kranken- und rentenversichert.

Viel Glück, wir sehen und hören uns wieder aus der Ferne!

Sabine

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Check in: Pumula Lodge, Knysna, Garden Route

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Sie liegt im Herzen der Garden Route und bedeutet „Ort der Erholung“. Nach dem Aufstehen am frühen Morgen genieße ich den Blick auf die gepflegte Gartenanlage und hüpfe mal schnell in den Pool. In wenigen Minuten fahren wir mit dem Auto ins Städtchen oder zu den Heads, von denen man einen perfekten Ausblick auf Knysna und die Bucht hat.

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Die Besitzer Peter und Rensia Ellis bieten uns den Grill im Garten zum Benutzen an. Und wer Lust hat, kann hier ganz in der Nähe auf einem Weltklasse-Golfplatz seine Runden drehen. Vogelfreunde kommen auch nicht zu kurz, denn unsere gefiederten Freunde fühlen sich im mit einheimischer Flora bepflanzten Garten wohl. „Bis heute haben wir hier über 100 Arten gezählt“, ergänzt Peter. Und zum Frühstück sitzt man gemeinsam mit den anderen Gästen an großen Rundtischen und kommt sofort ins Gespräch.

Info: Insider Tour

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde von Elela Africa unterstützt. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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Eine Nikolausgeschichte

Jedes Kind freut sich über einen Teddy. Das ist meiner und ich habe ihn immer noch!

Jedes Kind freut sich über einen Teddy. Das ist meiner, und ich habe ihn immer noch!

Das Jahr neigte sich bereits seinem Ende entgegen. Der Dezember hatte begonnen und von überall blinkte und blitze es in den Straßen der Stadt. Die Schaufenster überboten sich mit leuchtenden Sonderangeboten. Das Fest der Liebe war nicht mehr weit und wer wollte seinen Lieben seine Liebe nicht mit Geschenken zeigen? Die Menschen drängten und drängelten. Sie schoben sich weiter durch die Geschäfte und den Konsum.

Zwischen all dem Trubel stand, ein wenig verloren, ein kleines Kind. Jeden Tag stand es vor dem Schaufenster eines kleinen Spielzeuggeschäftes, in dessen Fenster es einen kleinen Stoffbären sah. Der Bär schien es anzulachen und ihm dabei zu versprechen, dass er nur ihm gehören würde, wenn er erst einmal seinen Platz in diesem Laden verlassen hätte. Und das Kind antwortete ihm still, dass seine Liebe auch nur diesem Bären gehören würde, wenn … ja, wenn es das Geld hätte, um ihn sich zu kaufen.

Der Bär war gar nicht einmal so teuer, aber das Kind und seine Familie hatten kein Geld und so stand es Tag für Tag vor dem Bären und schaute ihm traurig ins Bärengesicht.

Kinder strömten unterdessen mit ihren Eltern oder Großeltern in den Laden und wieder hinaus, bepackt mit Tüten und Paketen. Niemand nahm von dem Kind Notiz. Fast niemand. Dem Ladenbesitzer war das Kind nicht entgangen und er betrachtete nachdenklich den kleinen Bären. Mürrisch war er mit den Jahren geworden. Vor allem in der vorweihnachtlichen Zeit, wenn sein Geschäft am besten lief. Wenn seine Kunden die Regale plünderten, um immer mehr und mehr, teurer und ausgefallener zu schenken. Und wenn der Gedanke der Weihnacht dabei immer mehr in den Hintergrund trat.

Nikolausabend war heute und mit einem plötzlichen Bedürfnis auch etwas Gutes zu tun, nahm er den Bären aus dem Fenster und trat zu dem Kind in die Kälte hinaus. „Da … hier hast du den Bären. Behandle ihn gut.“ Er drückte dem verdutzten Kind den Teddy in die Hand.

Das Kind betrachtete ihn glücklich. „Ich wusste, dass es den Nikolaus wirklich gibt. Vielen Dank, lieber Nikolaus.“ Verdutzt schaute der Ladenbesitzer das Kind an. „Nikolaus? Ich bin doch nicht der Nikolaus. Schau mich doch an, habe ich einen weißen Bart? Eine Bischofsmütze oder einen Stab?“

Nun lachte das Kind. „Nein, aber du musst dich doch auch gar nicht verkleiden. Meine Mama hat mir doch erklärt, wer der Nikolaus ist. Ein guter Mann, der den Menschen still geholfen hat, wenn sie in Not waren und denen etwas gegeben hat.“ Hier machte das Kind eine kleine Pause und fügte leise hinzu „die nichts hatten“.

Nachdenklich schaute der Ladenbesitzer das Kind an, das mit seiner Rede fortfuhr. „Siehst du, Nikolaus. Und so habe ich dich unter all den verkleideten Nikoläusen als den Echten herausgefunden.“ Es umarmte ihn einmal ganz fest und lief dann, den kleinen Bären glücklich an sich gepresst, nach Hause, um seinen Eltern von seiner Begegnung mit dem Nikolaus zu erzählen.

Der Ladenbesitzer aber sah an diesem Abend noch lange hinaus in die Nacht. Ja, Nikolausabend war heute. Und zum ersten Mal seit vielen Jahren begriff er dessen Sinn.

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Segeltörn Amalfi-Küste: Tag 6

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Segelfrauen!

Der heutige Tag ist bewölkt. Das tut unserer guten Laune keinen Abbruch. Im Gegenteil. Das Highlight steht an: Die Insel Capri. Oft besungen, oft bestaunt, geliebt und der Sehnsuchtsort schlechthin. Wir kennen ihn aus Filmen, wir hörten die Herz-Schmerz-Lieder über seinen Sonnenuntergang auf den alten Vinyl-Platten unserer Eltern, und wir erinnern uns an die Prominenz, die die Insel bevölkerte: Jack Lemmon, Warren Beatty, Faye Dunaway, Grace Kelly, Sophia Loren, Kirk Douglas, Jackie Kennedy und ihr Aristoteles Onassis …

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Jetzt kommen wir! Und das Fantastische passiert: Unsere „Thalys“ und damit auch wir, ihre Crew, bekommen einen Liegeplatz am Marina Grande. Mit den großen Yachten sind wir somit auf Du und Du. Denn die liegen direkt neben uns. Jetzt wollen wir erst mal ein wenig die Insel erkunden. Skipper Erich schlägt den Weg hinauf zur Villa Jovis vor. Die von Kaiser Tiberius, versteht sich. Nachdem wir alle nach den langen Stunden auf dem Meer ein wenig geschichtshungrig sind, sind wir einverstanden. Zuerst einmal geht es mit der Funicolare (Standseilbahn) nach oben. Dann noch mal ein gemächlicher Spaziergang von etwa einer Stunde vorbei an malerischen Häuschen und Gärten hinauf zum Museum.

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Immer wieder halten wir kurz an und bewundern den Blick nach unten, auf die Unendlichkeit des Meeres, den Golf von Neapel und den Vesuv in der Ferne. Die Ausgrabungen der Villa Jovis sind einen Besuch wert. Zumindest für Archäologie-Fans.

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Zurück auf dem Boot machen wir uns ausgehfein. Capris Restaurants und ihr Lockruf … Viel wollen wir nicht mehr laufen. Auch nicht mehr mit der Funicolare nach oben fahren. Wir bleiben direkt am Yachthafen. Abendessen mit Blick auf die Boote. Dann sind wir müde. Vom Segeln, vom Wandern und vom Essen. Noch einmal habe ich die Bugkabine für mich. Zwei von uns schlafen an Deck. Auch gut. Der Sternenhimmel und die frische Luft locken! Schläfrig vom leisen Geräusch der Wellen, die an die Bordwand schlagen, fallen mir die Augen zu.

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Nächsten Sonntag geht’s weiter! Wie immer zur besten Sendezeit!

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Safari-Notizen: Tag 1 als Urlaubs-Ranger

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Das Gondwana Game Reserve in Südafrika.

Irgendwie hätte ich nie gedacht, dass ich mich als Eco-Ranger eigne. Doch die Erfahrung hat mich etwas anderes gelehrt. Zupacken in der Wildnis, die gemeinsame Arbeit im Team (aus Fremden werden Freunde!), unerwartete Erfolgserlebnisse, spektakuläre Tierbegegnungen und Entspannung in bequemen Zelten und am Pool.

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Wildlife kombiniert mit Arbeit und Urlaub, wie passt das zusammen? Ich habe mich auf das Experiment eingelassen! Gondwana ist ein Big Five-Reservat, das heißt, es gibt dort Elefanten, Büffel, Nashörner, Löwen und Leoparen. Und die Möglichkeit, diese während unserer täglichen Streifzüge und Game Drives zu sehen, ist groß.

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Wir dürfen hinter die Kulissen eines Ranger-Lebens blicken. Brendon Strydom ist ein Ranger, aufgewachsen in Nelspruat ganz in der Nähe zum Krüger-Nationalpark. „Die Wochenenden und alle Ferien habe ich auf der Farm meines Großvaters verbracht“, sagt der Südafrikaner. Die Liebe zu Natur und Umwelt und ihr Bewahren wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. „Dafür habe ich mich entschieden und will mich mein Leben lang dafür einsetzen. Und ich möchte, dass meine Kinder noch Nashörner in freier Wildbahn erleben können“, sagt er mit Blick auf seine schwangere Frau Stevie, die sich im Camp um die Belange der Gäste kümmert.

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Die Nashörner im Gondwana-Reservat werden Tag und Nacht von Patrouillen, bewaffneten Bodyguards, bewacht. „Ein Kilo ihres Horns erzielt auf dem asiatischen Markt 50.000 Euro.“ Wilderer lauern überall. Denn der Job ist lukrativ, auch wenn es für den einheimischen Schützen gerade mal umgerechnet 200 Euro gibt. Dann beginnt die Maschinerie. Das Horn wird vom Kopf abgetrennt und sofort per Schiff oder Privatflugzeug außer Landes geflogen. In Asien, vor allem in Vietnam, wird es als Aphrodisiakum (Potenzmittel) geschätzt.

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Solange keine Bewusstseinsänderung stattfindet, sind Nashörner vom Aussterben bedroht. „Und das kann in unmittelbarer Zeit sein“, sagt der 32-jährige Wildhüter nachdenklich. Und wir sehen die Nashörner tatsächlich. Wir haben sie aufgespürt, per Satellitenfunk und mit einer Antenne. Genau wie die Löwen sind auch die Nashörner mit einem Funkhalsband verbunden.

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Abends am Lagerfeuer haben wir uns alle eine Menge zu erzählen. Dazu kommen Gefühle, Emotionen und Kameradschaft.

Nächsten Samstag geht’s weiter. Zur besten Sendezeit. Auf sl4lifestyle!

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Info: Elela Africa

Fotos: Enric Boixadós

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Eine Frauengeschichte aus Barcelona

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Claudia Casademunt mit ihrer Familie.

„Spaß muss mir die Arbeit machen. Ich will sie mit Leidenschaft füllen.“

Claudia Casademunt

Ich kenne Claudia seit einigen Jahren. Wir hatten uns bei einem Essen mit Unternehmerinnen in Barcelona kennengelernt, zu dem ich eingeladen war. Die gebürtige Hamburgerin hatte gerade ihren Job als Einkaufsleiterin eines Chemieunternehmens gekündigt.  Sie war seit vielen Jahren in der katalanischen Metropole tätig gewesen. Doch der Moment war gekommen. Davor lag ein monatelanger „Beinahe Burn out Prozess“ und mit Hilfe eines Coachings konnte sie schließlich einen Schritt nach vorne machen. „Ich habe es nie bereut.“

„Zwei Monate war ich danach alleine auf Mallorca, um zu überlegen, was ich mit dem Rest meines Lebens denn anfangen soll. Ich wollte nie mehr fremdbestimmt sein. Zu dem Zeitpunkt war ich 52 Jahre alt.“

claudia-1847-web_2In ihrem Job waren ihr immer die Menschen am wichtigsten gewesen, auch andere hatten sie oft um persönliche Gespräche gebeten, um aus verfahrenen Situationen heraus zu kommen. Sie hatte erkannt, dass die ständigen Wechsel und Change Management-Prozesse im Unternehmen für Mitarbeiter und Führungskräfte ein großes Leidenspotenzial mit sich bringen. Diese Erfahrungen waren es, die Claudia für sich nutzen wollte.

„So kam ich über die Ausbildung zum staatlich geprüften Psychologischen Berater zum Executive Coach. Das bedeutete für mich, Führungskräfte, Selbstständige, Künstler und Politiker in Situationen von Änderung und Weiterentwicklung methodisch zu begleiten. Dazu Perspektiven-Wechsel und mentales Aufräumen.  Und immer die Frage im Fokus: Was will ich eigentlich vom Leben und vom Beruf und wie komme ich dorthin?“

Die Mutter von zwei Töchtern hatte ihren Traumjob gefunden.  Denn viele Erlebnisse aus dem früheren Job halfen ihr dabei, sich in die Klienten hineinzuversetzen und mit ihnen den für sie positiven nächsten Schritt heraus zu arbeiten und in die Praxis umzusetzen. Mittlerweile ist sie in Barcelona, Oldenburg, auf Mallorca und in den USA tätig. „Ich bin ständig unterwegs, aber der Job macht mir Spaß und ich genieße es.“

Wichtig für Claudia ist vor allem, dass sie das Coaching überall ausüben kann. Örtlich ist sie nicht gebunden. „Meine Kunden sitzen in Deutschland, Spanien, der Schweiz und in den USA. Es sind sowohl Unternehmen, Verbände wie auch direkte Auftraggeber.“

Claudia lebt in Barcelona und Oldenburg. Ihr Mann Pedro ist in Barcelona geboren. Seit 500 Jahren ist sie die erste Person in seiner Familie, die nicht katalanisch ist. Für ihre Schwiegermutter war das am Anfang ein großes Problem, aber mit der Zeit wurde sie sehr liebevoll in die Familie aufgenommen. Mittlerweile sind Claudia und Pedro seit 42 Jahren verheiratet. Die alte katalanische Familie kommt ursprünglich aus Canoves, einem Dorf rund 40 Kilometer von Barcelona entfernt, im Montseny gelegen. Das frühere Gutshaus „Can Casademunt“ ist heute das Rathaus des Ortes.

Pedro hat beruflich immer mit Lebensmitteln zu tun gehabt und meistens für deutsche Firmen gearbeitet. Für die letzten 20 Jahre war er als Geschäftsführer für eine Kulmbacher Firma tätig. Heute, schon als Rentner, ist er der Firma weiterhin als Berater und in Spanien als Vorsitzender des Aufsichtsrates verbunden. Hinein gewachsen ist er in die Branche durch das Lebensmittelgeschäft seiner Familie in Barcelona, das einst in der Nähe der Sagrada Familia – der Kathedrale – lag, wo er  als Jugendlicher hinter dem Tresen stand. Jeder aus der Familie musste damals mit anpacken. Für Pedro und seine Familie war daher schon immer qualitativ hochwertiges Essen ein Muss. Eher wurde auf andere Dinge verzichtet. Gemüse und Fisch, zwischendurch auch mal Fleisch, kommen immer noch jeden Tag auf den Tisch. Alles wird frisch gekocht.

„Wenn wir in einer fremden Stadt sind und an einem äußerlich attraktiven Restaurant vorbei gehen, schlage ich oft vor, hier essen zu gehen. Oft bekomme ich ein ganz kategorisches Nein mit der Begründung, dass es hier nach altem Öl riecht und er hier nicht hinein gehen will. Womit wir dann also weiter suchen müssen!“  Pedro  sei durchaus kein Einzelfall, gutes Essen gehöre in Barcelona zur Kultur und ist ein großer Teil des sozialen und beruflichen Lebens. Viele wichtigen geschäftlichen Deals werden beim Essen verhandelt und vereinbart.

Vielen Dank, Claudia, für das Interview.

www.claudia-casademunt.com

Fotos: Nicola Mesken (1), privat (1)

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Check in: Gondwana Reservat, Garden Route

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Das Gondwana Game Reserve in Südafrika.

Das erste was ich nach den letzten Kilometern im Landrover erblicke ist eine Ansammlung von geräumigen Zelten im Beige-Ton der Landschaft. Unser Mietauto, ein normaler Straßenwagen, haben wir am Eingang des Reservates abgestellt, denn das hier ist off road-Land.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIch habe schon öfter von Glamp-Zelten gehört, die also Komfort und Rustikales vereinen. Also ein bisschen Glamour-Camping (Glamp)! Unser Zelt ist stabil und geräumig, mit Badezimmer (Dusche und WC) und Schlafraum. Dazu gibt es eine Privatterrasse, hervorragend für den Sundowner nach der Rückkehr aus der Wildnis oder zum Chillen und Lesen. Wir richten uns ein, hängen die Klamotten auf und verstauen den täglichen Bedarf in den Bastkörben. Dann ertönt ein langgezogener Laut.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAIch erfahre später, dass das Brendon Strydom ist, der täglich auf dem Kudo-Horn bläst, zum Aufstehen ermuntert, die Essenszeiten ankündigt und wann es in die Wildnis geht. Bald wird uns der Ton vertraut sein, denn die Armbanduhr legen wir für den Rest der Zeit weg.

Ranger Brendon kümmert sich um das Abenteuer und seine Frau Stevie um das Wohl der Gäste. Die Mahlzeiten aus der Safari-Küche sind ein Gedicht, auch für Vegetarier oder Veganer, und der Abend endet stets mit Geschichten am Lagefeuer.

In regelmäßigen Abständen erfahrt Ihr mehr über meine Abenteuer in der Wildnis. Denn ich habe als Urlaubs-Ranger mitgeholfen und dabei erstaunliches über die Wildnis und letztendlich auch über mich selbst gelernt. Also, bleibt dran. Jeden Samstag erfahrt Ihr Neues aus meinem Safari-Tagebuch. Bis Mitte Januar 2017!

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Info: Elela Africa

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde von Elela Africa unterstützt. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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Adios, Comandante!

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„Verurteilt mich, die Geschichte wird mich freisprechen.“

Fidel Castro, 1953

Fidel Castro ist tot. Bei dieser Nachricht musste ich erstmal durchatmen. Irgendwie war er doch unsterblich geworden. Ehrlich gesagt, mit seinem Tod habe ich gar nicht mehr gerechnet. Eine Ära geht zu Ende. Der Kubaner hat viele Titel: Revolutionär, Weltverbesserer, Diktator, Charmeur, Mörder.

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Tatsache ist, dass er fast ein Jahrhundert geprägt hat. Unbeugsam, starrsinnig, überzeugt und leidenschaftlich. Gemeinsam mit Che Guevara war er das Idol meiner Jugend. Und das ist er geblieben, zumindest immer noch ein bisschen. Bis heute.

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Ich war einige Male auf Kuba. Immer den Spuren nach. Denen von Fidel und Che. Herausgekommen ist ein Buch. Hier!

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Letter dedicated to a Canadian Grandma

julie-1Twenty three years ago I lost the most important person in my life unexpectedly and suddenly, I was devastated, my world was shattered. I was 20 years old and I still needed her more than she will ever know, she was my world. There is not one day that goes by that I don’t think about her and wish that we would have had more time together.

My Grandma Kyle meant the world to me, she was my grandmother, my mother and my best friend. We would spend hours talking, she truly cared about what was going on in my life. We shared secrets and stories, she had the face of an angel, a smile that lit up the room and a laugh that was contagious.

When I was a kid I was always with her it was my favourite place to be. As a teenager not much changed, I can’t count how many times her and I would go and do her errands. She drove and I would get her prescriptions, her mail and whatever else she needed or wanted. We’d stop and have lunch on the way to the grocery store usually at The Shed in Port Dover (Ontario), then we would go get her groceries. I would take her grocery list and the money and go in and get all of the things on the list, usually at the bottom of that list the word „pop“ was written, that was for me and it was her way of telling me to get 2 cans of Nestea that I drank – it always made me laugh.

I would bring out the groceries and put them in the car, then we would drive back to her place, I would help her get inside and settled then go back to the car for the groceries, bring them in and put them away for her. This was our routine and I would give anything to be able to spend one more day with her doing this.

I hung out with her and her friends, we would all go for dinner together. Her and I would watch TV together and just hang out. She loved pizza but none of her friends did so we would order pizza and watch movies together. I know it was one of her favourite things we did together, it was one of my favourites too. I went to two proms and each time we drove to Port Dover so she could see me all dressed up, I knew how important that was to her, it was important to me, she was a huge part of every aspect of my life.

She never had a lot of money, money’s irrelevant to me. It was the time we spent together and the love that we had for each other that made our relationship what it was. It was loving someone else more than yourself, she would do anything for me and I would do anything for her. She taught me so much, so much more than she ever knew. She taught me how to love unconditionally and that is priceless.

I know this is long, but today I want to celebrate her and everything she was and still is to me. I loved her more than anything in this world and I still do.

Julie

Thanks, Julie, to give me the permission to publish this wonderful memory.

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