„Ich lass dich nicht allein im Sterben“

Sterben

Es trifft uns alle einmal, direkt oder indirekt. Die meisten von Euch haben sicherlich schon die Erfahrung von Tod und Trauer gemacht. Gerade dann, wenn es um einen nahen Angehörigen geht. Viele fühlen sich überfordert und hilflos. In ihrem umfassenden Ratgeber zur Sterbebegleitung geben der Sterbeforscher Bernard Jakoby und die erfahrene Hospizleiterin Marie-Luise Nieberle konkrete Hilfestellung und viele praktische Hinweise, wie Angehörige einfühlsam einen Sterbenden begleiten können.

Bernard Jakoby erklärt alles Wichtige, was man heute über den Sterbeprozess weiß. So beispielsweise, dass der Hörsinn als letztes den Menschen verlässt. Sterbende können hören, was man sagt, auch wenn sie scheinbar schon weggetreten sind. Das eröffnet Möglichkeiten der Versöhnung, die auch das Leben der Verbliebenen leichter machen.

Marie-Luise Nieberle weiß durch 25 Jahre Hospizerfahrung, was man tun kann, um den Abschied liebe- und würdevoll zu gestalten und erzählt berührende Geschichten vom Übergang der Menschen in eine andere Dimension. Und immer wieder zeigt sich: Wer einen Sterbenden begleitet, gewinnt eine ganz neue Sicht auf das eigene Leben. Der Ratgeber gibt Halt und Kraft in der schweren Zeit des Abschieds und kann Euch durchaus etwas die Angst vor dem Tod nehmen.

Sterbende wissen intuitiv von ihrem bevorstehenden Tod. Daher ist Authentizität und Offenheit der Begleitenden die wichtigste Grundlage im Umgang mit einem Sterbenden. Immer wieder stellen sich Angehörige aber die Frage, was sie tun können. Durch die vielen hier aufgeführten Beispiele erfahren wir von den Nöten und Ängsten der Sterbenden und was wirklich wichtig ist, um die Berührungsscheu zu überwinden.

Es entstehen tiefe Einblicke in den Sterbeprozess und wie er dabei behilflich sein kann, dass der Sterbende mit sich ins Reine kommt. Denn im Sterben geht es vor allem darum, da zu sein und zuhören zu können, ohne Wertung. So machen die Autoren den Angehörigen Mut, Sterbende nicht allein zu lassen, sondern sie bis zum Übergang in die andere Welt zu begleiten.

Bernard Jakoby, Marie-Luise Nieberle: Ich lass dich nicht allein im Sterben, 224 Seiten, 19,99 Euro.

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British Guyana: Jagd auf den Mohrenkaiman

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Ein Baby-Mohrenkaiman.

Es ist Nacht. Langsam gleitet unser Boot mit den Rangern von Caiman House über den Rupununi-Fluss im Herzen British Guyanas. Wir sind mucksmäuschenstill und lauschen den Lauten des Dschungels. Es gibt weder Straßen noch Wege, die einzige Fortbewegungsmöglichkeit ist hier das Boot. An den Ufern blitzt es rot auf. Da ist es wieder, das Augenpaar eines Schwarzen Kaimans (Mohrenkaiman).

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Die Ranger nehmen Kurs auf das unbekannte Ufer, holen den langen Stock mit der Drahtschlinge hervor und stechen zu. Der längliche Kopf wird an die Oberfläche gezogen. Das Tier zappelt im Wasser, schlägt mit seinem langen, kräftigen Schwanz immer wieder in die Fluten bis es nicht mehr kann und total erschöpft in der Schlinge verharrt. Das ist das Zeichen, eine Sandbank zu suchen, die es hier an den Ufern des Dschungelflusses häufig gibt.

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Das Tier wird an Land gehievt, die Schlinge gelockert und das Maul mit den großen Zähnen mit einem Klebeband verschlossen. Ich bin Zuschauerin und kann hautnah miterleben, wie das Krokodil vermessen, nach seinem Geschlecht bestimmt und mit einem Chip getaggt wird, bevor wieder der Fluss und somit die Freiheit ruft. Was für ein Anblick, was für eine Nacht und was für eine Chance, die Wildhüter bei ihrer nächtlichen Arbeit begleiten zu dürfen.

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Der Mohrenkaiman wird immer noch bejagt. Dabei geht es in der Hauptsache nur um die großen Männchen, die wegen ihrer besonders schönen Häute, welche im Gegensatz zu anderen Krokodilen keine kleinen Knochen enthalten, erlegt werden. Die wesentlich kleineren Weibchen ziehen sich allerdings zur Eiablage in abgelegene Seengebiete zurück. Dort wird ihnen kaum nachgestellt. Dadurch konnten sich die Bestände auch immer wieder erholen.

Um die Krokodile zu erhalten und zu schützen arbeiten Ranger schon seit Jahren eng mit der nationalen Naturschutzbehörde zusammen. Ziel ist es, die Population zu analysieren und zu dokumentieren.

Mohrenkaimane leben vor allem im Bereich von großen Flüssen und Seen im Amazonasbecken. Bis zu sechs Meter lang und 300 Kilogramm schwer wird ein männliches Tier, das als größter Räuber im Amazonas-Ökosystem gilt. Angriffe auf Menschen oder größere Haustiere sind jedoch kaum bekannt. Trotzdem bleibe ich im Boot in sicherer Entfernung, nähere mich nur auf der Sandbank dem Reptil und beobachte, wie die Untersuchungen verlaufen und vermerkt werden.

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In die Freiheit entlassen.

Landesinfo:

British Guyana liegt im Norden Südamerikas am Atlantik, eingerahmt von Venezuela, Surinam und Brasilien. Das englischsprachige Land ist im Küstenbereich kulturell stark mit der Karibik verbunden, während man sich im Landesinneren eher in Richtung Amazonasgebiet orientiert. Hier leben auch die Ureinwohner, die Amerindians. Der Staat ist mit nicht einmal 5000 Touristen pro Jahr in der Travellerszene nur wenig bekannt, umso mehr genieße ich die Chance, das Land kennenzulernen.

Darüber hinaus garantiert Guyana noch viele andere außergewöhnliche Erlebnisse. Ob im 183.000 Quadratkilometer großen tropischen Regenwald mit seiner unübertroffenen Pflanzen- und Tierwelt oder mit den Kaieteur Falls, einem der weltweit mächtigsten Wasserfälle. Man setzt auf Öko-Tourismus, und dabei spielen die touristischen Angebote der lokalen Gemeinden eine wichtige Rolle.

Von den nur rund 750.000 Einwohnern leben die meisten in den küstennahen Regionen und belegen dabei nur rund 16 Prozent der gesamten Fläche Guyanas. Die restlichen 84 Prozent sind Natur pur. Letztere kann man besonders gut aus der Perspektive von oben beurteilen, wenn man vom Kleinflugzeug aus direkt auf das unberührte und zusammenhängende Grün des Regenwaldes blickt.

Mit den Kaimanen eröffne ich meine Reihe mit Berichten aus British Guyana. Bleibt dabei, denn spannende Abenteuer erwarten Euch!

Wer selbst nach British Guyana reisen und sich das Naturschutzprojekt rund um den Mohrenkaiman ansehen möchte, bekommt die Gelegenheit dazu in Caiman House, wo es auch Unterkunft und Verpflegung gibt.

www.wilderness-explorers.com (Ansprechpartner: Tony Thorne)

www.guyana-tourism.com

Unterstützt wurde meine Reise von Guyana Tourism.

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Yoga für Best Ager

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Mit Yoga kann man in jeglichem Alter beginnen und es gibt keinerlei Grenzen, wer Yoga machen kann – oder wo und wann. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich der Yoga-Trend zunehmend auch auf eine ältere Zielgruppe ausdehnt. Genau hier setzt die norwegische Yoga-Lehrerin Bente Helene Schei mit einem ganzheitlichen Einstiegsprogramm an.

Es ist auf eine Verlangsamung des Alterungsprozesses ausgerichtet, steigert die Vitalität und fördert die Gesundheit. Präsentiert werden alle Grundübungen des Yoga, neben leichten Körperstellungen auch ausgewählte Atempraktiken und Meditationen zur Steigerung der Konzentration sowie spezielle Einheiten für Problembereiche wie Magen und Darm. Jeder Einsteiger kann sich so individuell sein eigenes Übungsprogramm zusammenstellen und die eigene Yoga-Stunde leicht in den Alltag integrieren.

In ihrem Hatha-Yoga-Ratgeber präsentiert Bente Helene Schei aus 20 Jahren Yoga-Erfahrung 50 einfache Übungen. Sie werden jeweils in drei verschiedenen Zeitlängen und im Schwierigkeitsgrad angepassten Sequenzen vorgestellt. Frust und Überforderung sind damit ausgeschlossen, jeder kann sich ein am eigenen Alltag und den eigenen Bedürfnissen ausgerichtetes Übungsprogramm aufbauen. So werden auch mehrere eher meditative Übungen wie zum Beispiel der Body Scan einfach und verständlich erklärt, bei denen ein achtsames und entspannendes Nach-innen-Spüren und Wohlfühlen neben der Fitness im Vordergrund stehen.

Zur Autorin: Bente Helene Schei, Jahrgang 1965, ist seit vielen Jahren Yoga-Lehrerin und Leiterin des Zentrums für Klassisches Yoga in Oslo sowie Mitglied im norwegischen Yoga-Lehrer-Verband. Seit über 20 Jahren praktiziert sie Yoga und Meditation.

Bente Helene Schei: Für Yoga ist es nie zu spät. 50 einfache Übungen, 150 Seiten, 19,99 Euro.

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Fische empfinden Schmerz

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Wer daran gezweifelt hat, wird durch die Studien der US-Ozeanografin Sylvia Earle, eines besseren belehrt.

„Ich bin mir ganz sicher, wir alle würden es lieben, ein Fisch zu sein. Sie haben so etwas wie Superkräfte. Diese feine Linie an den Körperseiten, sie schenkt ihnen einen Berührungssinn, der wahrscheinlich so viel ausgeprägter ist als der, den wir haben. Er ermöglicht es ihnen zum Beispiel, im Schwarm nicht aneinander zu stoßen. Und sie haben Chemorezeptoren rund ums Maul, ähnlich unseres Geruchssinnes.

Und: Kein Fisch gleicht dem anderen! Wir wissen heute, dass sie durchaus eine Persönlichkeit haben. Sie pflegen Gemeinschaften, sie sind Teil einer großen Gemeinschaft. Selbst wenn viele Menschen sie als gesichtslose Masse betrachten – wir müssen begreifen, dass Fische keine Sache sind.

Ich selbst esse keinen Fisch mehr. Die Fangmethoden, mit denen gearbeitet wird, sind überproportional ausbeuterisch und zerstörerisch. Speziell seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Langleinen, die teilweise bis zu 40, 50 Kilometer lang sind, alle paar Meter mit einem Köder und Haken ausgestattet … Die nehmen alles mit: Vögel und Wale, Haie und Schildkröten, Delfine, die Tiere verfangen sich darin. Die großen Fisch-Trawler sind wahrscheinlich die zerstörerischsten. Weil sie in 1000 Meter Tiefe über den Meeresboden schrammen. Unverhältnismäßig, als wolle man mit einem Bulldozer Vögel fangen.

Wir müssen das industrielle Abfischen der Gewässer stoppen. Wir müssen. Wir können das nicht mit Nahrungssicherung rechtfertigen. Wir benötigen keinen Thunfisch als Nahrungsquelle. Wir wählen ihn als Nahrungsmittel. Und wir müssen uns unserer Wahlmöglichkeiten bewusst werden und davon Gebrauch machen. Jeder hat die Wahl. Als ich Kind war, gab es diesen riesigen Markt für Thunfisch noch nicht. Und nun gibt es keinen Gelbflossen-Thunfisch mehr, er ist verschwunden. Das ist ein Verlust für den Ozean. Ein Verlust für das gesunde Ökosystem. Und auch ein Verlust für die großen Küchenchefs, die großartiges Sushi gemacht haben. Verstehen Sie mich nicht falsch, viele Spezies konsumieren eine andere. Das ist auch in Ordnung. Das ist Natur. Aber keine zerstört dabei so umfassend ihren eigenen Lebensraum wie der Mensch. Ich denke, wir können mittlerweile viel verantwortungsvoller leben und handeln.“

Sylvia Earle (Auszüge aus einem Interview aus BRIGITTE 15/2018

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Liebe, Literatur, Leid: Arthur Schnitzlers letzte Lebensjahre

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Volker Hage gehört zu den großen Literaturkritikern unseres Landes. Seine journalistische Laufbahn begann er als Kulturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, danach arbeitete er als Literaturchef der Zeit und später des Spiegel. Er schrieb Titelgeschichten über Friedrich Schiller, Franz Kafka, Thomas Mann, Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki und ist Autor biographischer Werke über Max Frisch, Walter Kempowski, Philip Roth, John Updike und andere. Darüber hinaus lehrte er als Gastprofessor an deutschen und amerikanischen Universitäten.

Jetzt hat er sich dem Leben und Werk Arthur Schnitzlers angenommen. Jenes Schriftstellers, der als einer der bedeutendsten Autoren der modernen deutschsprachigen Literatur gilt. Intensiv hat er die Tagebücher Schnitzlers wie auch zahlreiche Zeitdokumente studiert. Sein biografischer Roman zeichnet ein eindrückliches und intimes Porträt des Erfolgsschriftstellers, dessen letzte Jahre von Unsicherheiten und widersprüchlichen Gefühlen geprägt waren: Vom Glück der späten Liebe ebenso wie von tiefer Trauer und Melancholie. Und er entwirft zugleich ein spannendes Bild des kulturellen Lebens und der Zeit am Vorabend der nationalsozialistischen Machtübernahme.

Im Rahmen der umfangreichen Recherche zu seiner Romanbiografie hatte Hage Gelegenheit, erstmals die vollständigen, bislang gesperrten Tagebücher von Lili Schnitzler einzusehen, der geliebten Tochter von Arthur Schnitzler, und daraus zu zitieren. Der Selbstmord der 18-Jährigen 1928 war stets von einem Geheimnis umhüllt. Ihr Tod trieb den Schriftsteller in die Verzweiflung und  überschattete seine letzten Lebensjahre. Aus Lilis Aufzeichnungen, die auch der Vater vor seinem Tod 1931 noch las, ergibt sich das Bild einer von Lebensgier und Lebensängsten getriebenen jungen Frau, die an der Ehe mit einem 20 Jahre älteren italienischen Milizoffizier verzweifelte, aber im Grunde nicht sterben wollte.

Volker Hage: Des Lebens fünfter Akt, 320 Seiten, 20 Euro.

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3 Jahre auf Wolke 9

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19. Januar 2016 – 19. Januar 2019

„Lebe, sei glücklich und mache andere glücklich.“

Mary Wollstonecraft

Ich trage Euch in meinem Herzen.

Alles Liebe,

Euer Gaston von Wolke 9

 

 

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Die Angst der Elefanten

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Kein Bewusstsein für Elefanten im Kaibae Meechai Elephant Camp.

Durch Zufall sah ich im Kaibae Meechai Elephant Camp auf der Insel Ko Chang, Thailand haarsträubende Methoden, wie sich Elefanten zu unterwerfen haben. Es ging dabei sowohl um Baby-Elefanten wie auch um ausgewachsene Elefanten. Schaut Euch die kurzen Ketten an, die in den Boden einbetoniert sind und mit denen die Tiere Tag und Nacht festgehalten werden.

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Schon das Hinsehen schmerzt.

Eine Gruppe asiatischer Touristen war zu Besuch und es ging dabei um Mutproben, sich auf den Boden zu legen und unter einen Elefantenfuß zu begeben. Das alles unter unaufhörlichen Klicken der Smartphones und unter heftigen Gekichere und Gelächter.

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Keine Empathie. Diesen Touristen fehlt es an allem.

Die Aufnahmen habe ich heimlich gemacht. Als man schließlich bemerkte, dass ich fotografierte, musste ich das Camp umgehend verlassen. Auf der Website von www.futureforelephants.org habe ich diese Infos gefunden. Sie schildern in beeindruckender Weise meine Erlebnisse.

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Mutprobe für asiatische Reisende.

Die dunkle Seite des Elephanten-Tourismus

Elefanten zu erleben bedeutet für viele Asien-Reisende ein Highlight. Die ikonischen Dickhäuter faszinieren durch überragende Intelligenz und ein Gefühlsleben, das dem menschlichen ähnelt. Was viele Touristen indes nicht wissen: Auf Elefanten zu reiten, sie Zirkustricks vorführen oder Bilder malen zu lassen ist für die Tiere mit immensen Qualen verbunden. Alle Elefanten in der Unterhaltungsindustrie haben eines gemeinsam: Sie haben als Jungtier die gewalttätige Unterwerfungsprozedur des so genannten Phajaan erlitten.

Dabei werden die Babyelefanten von der Mutter getrennt, in eine enge „crush box“ gefesselt und mit kaum vorstellbarer Brutalität misshandelt und geschlagen. An die traumatische Erfahrung erinnert sich der Elefant sein Leben lang, und befolgt nur deshalb die Kommandos der Mahouts. Dass die lange totgeschwiegene Methode des „crushing the spirit“ – die Seele des Elefanten zu zerbrechen – ans Licht der Öffentlichkeit kam, ist vor allem Lek Chailert zu verdanken. Die international renommierte Elefantenschützerin aus dem Norden Thailands hat nicht nur über 80 Elefanten aus schlimmen Verhältnissen gerettet, sondern auch einen Bewusstseinswandel in Gang gesetzt.

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Die Angst vor dem „Mahout“ ist immer dabei.

Auch deshalb müssen Touristen auf Erlebnisse mit Elefanten keineswegs verzichten. Neuerdings bieten etwa in Thailand immer mehr Camps elefantenfreundliche Programme an, bei denen die Dickhäuter größtmögliche Freiheiten genießen und keinerlei Kommandos befolgen müssen. Bei den Besuchern kommt dies bestens an.

„Wer einmal glückliche Elefanten durch den Dschungel begleitet oder bei einem ausgelassenen Schlammbad beobachtet hat, möchte nie mehr auf geschundenen Tieren sitzen, die mit Eisenhaken kontrolliert werden“, sagt Iris Koch, Vorstandsmitglied bei Future for Elephants e.V. Der junge Verein unterstützt Schutzprojekte in Asien und Afrika.

Nahezu Kultstatus hat inzwischen der von Lek Chailert gegründete Elephant Nature Park (ENP) im Norden Thailands erreicht. In paradiesisch anmutender Umgebung haben neben geretteten Elefanten auch viele andere Tiere ein neues Zuhause gefunden, liebevolle Betreuung inklusive. Das Vorbild-Projekt, das auch den Bewohnern der umliegenden Dörfer viele Vorteile bringt, zieht Besucher und Volunteers aus der ganzen Welt magisch an.

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Dieser Baby-Elefant will nichts mehr als ein bisschen Liebe. Doch das rührt den thailändischen Mahout überhaupt nicht.

Dank der Strahlkraft des ENP stellen immer mehr Elefantencamps in Thailand und anderswo ihr Angebot um – auch in den Touristenhochburgen in Phuket, Koh Samui oder Pattaya. Dennoch heißt es aufgepasst: Nicht alle Camps, die auf den Trend aufspringen, sind tatsächlich elefantenfreundlich. Überall, wo Elefanten geritten werden, Elefantenhaken oder Ketten zum Einsatz kommen, die Elefanten Tricks vorführen oder auf Kommando baden müssen, heißt es: Hände weg. Auch mit Elefanten gemeinsam im Fluss zu baden – wie in manchen Camps angeboten – ist nicht ratsam. Denn auch dabei müssen die Elefanten kontrolliert werden. Sonst wäre die Angelegenheit für menschliche Mitbadende zu gefährlich.

Dieser oben beschriebene „Bewusstseinswandel“ ist auf Ko Chang leider noch nicht angekommen.

 

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Kennt Ihr schon „Brinner“?

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Den Lese-Donnerstag habe ich in letzter Zeit doch etwas vernachlässigt. Dafür wird es heute umso leckerer. Denn beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung bin ich auf ein Genießer-Thema gestoßen. Das ist nun speziell etwas für die Foodies unter Euch. Und: Dieser Trend kommt aus den USA. Wie soll es auch anders sein? Sogar mit einem neuen Namen: „Brinner“! Na, dann lasst Euch mal überraschen.

Findet Ihr, dass Frühstück und Dinner nicht zusammenpassen? Das Kochbuch rund ums Thema Brinner beweist genau das Gegenteil. Bei diesem Foodtrend aus den USA fusionieren süße Klassiker des Frühstücks mit herzhaften Gerichten zum Abendessen. Damit entsteht eine köstliche Alternative zum Brunch, die sich gut mit Freunden und Familien in geselliger Runde genießen lässt.

Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Die Rezeptideen des Buchs ermöglichen es, 15 abwechslungsreiche Buffets zu erstellen. Unterschiedliche Länderküchen werden dabei berücksichtigt, um sich ganz nach Lust und Laune die passenden Rezepte heraussuchen zu können. Wie wäre es mit einer spannenden Variante von Eggs Benedict oder einem Carpaccio aus Radieschen? Die 100 Rezepte munden – rund um die Uhr.Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Ist es nicht mal wieder an der Zeit, Freunde zum Essen zu treffen. Denkt dran, das Leben kann kurz sein, und es ist immer schön, Freunde einzuladen und das Ganze mit einem guten Essen zu kombinieren. Mit diesen Gerichten seid Ihr die Stars! Garantiert!

Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Tanja Dusy/Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen. Breakfast trifft Dinner: 100 Rezepte für opulente Buffets, 160 Seiten, 20 Euro, versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.

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Die Philosophie des Geschmacks

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„Erst als die Speisen auf dem Tisch standen konnte er anfangen, sich zu entspannen. Die weißen Tofuwürfel lagen wie kleine Kostbarkeiten im satten, öligen Rot der Chilisoße. Die Auberginen hatten genau die richtige, cremig-weiche Konsistenz, er sah es sofort, der Pok Choy, leicht mit Knoblauch gedämpft, hatte seine Frische behalten, er schmeckte sie mit den Augen, fühlte sie auf der Zunge, bevor er das Gemüse überhaupt probiert hatte.

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Und die Melone! Die vielen Schattierungen ihres Grün! An manchen Stellen zart und hell, fast durchsichtig, an anderen dunkel und saftig, wie die Farbe der Reisfelder kurz vor der Ernte. Er liebte ihre Bitterkeit. Er liebte diesen dominanten Geschmack, der sich nicht anbiederte, der sich nicht sofort vom nächstbesten Aroma vertreiben ließ, der in seinem Mund nachklang, bis die Wucht des Sichuanpfeffers ihn endgültig überlagerte.

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Er probierte ein Stück vom Mapo-Tofu, eine seiner Lieblingsspeisen. Sofort füllte die rauchige, erdige Würze seinen Mund aus, ihr folgte der typische Geschmack des Sichuanpfeffers, der Zungenspitze und Lippen demnächst betörte, dann ein wenig betäubte und dessen einmalige Schärfe er im Rachen und bis in die Ohren spürte.“

Aus dem Buch „Das Flüstern der Schatten“ von Jan-Philipp Sendker

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Check in: Nikki Beach, Koh Samui

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I do like good clubs. And when they are in a tropical destination even better. The concept of Nikki Beach I experienced for the first time in Saint Tropez, Southern France.

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And yet, the island of Koh Samui has to offer another one of those extravagant beach clubs, which build up their reputation for more than 20 years. With worldwide locations at seaside places such as Miami, Mallorca, Ibiza and Dubai.

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Nikki Beach Koh Samui is not only a destination for a day chilling in the pool, walking on the beach or dancing to the sounds of the DJs. It is also an 48-room beach resort, where the accommodations are set into 2 separate wings with the beach club at the center.

There are posh garden and seaside villas, pool access suites, pool view suites and a penthouse. Several suites con also be converted from 2 up to 5 bedrooms, when families or friends like to stay together. And the pool is the longest on the whole island, ready for doing some of your sporty laps.

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The garden villas have a total of 70 square meters. You can be there in the middle of the party scene but also feel like on a secluded island. This is just up to you! In addition there are a wellness spa, gym, Thai cooking classes and a beachfront massage pagoda.

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My friend Pam and I enjoyed Nikki Beach very much.  And for the romantic souls of you: From your pool bed you can watch one of the best sunsets ever.

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Nikki Beach Koh Samui: Not only a party location but certainly a great club to remember.

Do you want to see more of my impressions? Here!

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www.nikkibeach.com

 

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