Ochsenfurter Adventsgässle 2023

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Hereinspaziert in die Ochsenfurter Adventsgässle!

16.12. und 17.12.2023: Ochsenfurts Altstadt im weihnachtlichen Lichterglanz

Der 3. Advent hat in Ochsenfurt schon Kultstatus. Zweifelsohne gehört das Wochenende zu den Highlights des Jahres. Nicht nur für die Ochsenfurter, sondern auch für Gäste aus nah und fern. Es gibt regelrechte Adventstouristen, die jedes Jahr wieder kommen. Denn in Höfen, Häusern und „auf der Gass“ erwartet die Besucher neben fränkischem Glühwein, selbstgebackenem Stollen sowie süßen und würzigen Leckereien auch originelle Geschenkideen.

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Stadtbögen, Fachwerkhäuser und Satteldachbauten mit ihren Treppengiebeln wie auch das Rathaus mit seiner Freitreppe aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert erstrahlen auch heuer im hellen Lichterglanz.

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Valentin Driemeyer von der Mittelschule Ochsenfurt weiß, was die Besucher mögen: Stollen!
„Die sind recht schnell weg“, sagt der 14-Jährige. „Aber das da“, er deutet auf Basteleien in den hinteren Reihen seines Tisches, „sind Ladenhüter. Da muss ich die Leute schon animieren, sie zu kaufen.“

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Etwas weiter in Ochsenfurts Hauptstraße findet sich der Stand mit Selbstgestrickten von Anita Höfner. Sie zeigt auf das bunte Angebot ihrer Socken. „Die Politik spielt uns in die Karten. Warme Socken tragen und weniger heizen! Genau das ist doch heute angesagt“, schmunzelt sie.

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Vor dem Neuen Rathaus drängen sich die meisten Besucher. Es gibt nicht nur Glühwein, sondern auch stimmungsvolle Weihnachtslieder, gesungen von den Kindern der Ochsenfurter Grundschule, die Feuershow „Gymnelli“ des Gymnasiums Marktbreit, das Charivari Weihnachtssingen und den Posaunenchor der evangelischen Kirche.

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Auch das Innere des Rathauses lädt zu einem Bummel ein. Hier wird allerlei Kunsthandwerk angeboten.

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Ochsenfurts Adventsattraktion ist zweifelsohne der fliegende Nikolaus in der Spitalgasse. „Wir sind seit über 15 Jahren dabei“, sagt Helmut Heitzer, der Nachbar des verhinderten Nikolaus-Besitzers Horst Hartel. „Diese Tradition muss weitergehen“, sagt Heitzer, klopft in die Hände und spornt das Figürchen auf seinem Schlitten zum „Weiterfliegen“ an. Belohnt wird das Ensemble mit staunenden Kinderaugen und Spaziergängern, die die Videofunktion ihres Handys eingestellt haben und fasziniert dem hüpfenden Schlitten des Weihnachtsmannes folgen.

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Zurück auf der Hauptstraße dreht der Nachtwächter seine letzte Runde. Sam Schmitt alias Heinrich Kufenmüller hält seine Führungen natürlich in fränkischer Mundart. „Es gibt Liedle, Geschichtle und Gedichtle und am Ende noch ein Gute-Nacht-Lied, das in die Weihnachtszeit passt“, erklärt er und stapft hinaus in die Dunkelheit.

Fotos: Enric Boixadós

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Bad Herrenalb: Klassik im Kloster® – Advents-Konzerte in der Klosterkirche

BJW_0113. Klassik im Kloster - Foto Boveda

Für meine Leserinnen und Leser, die in Karlsruhe und/oder Schwarzwald wohnen!

Klassik im Kloster® lädt am 9. und 10. Dezember 2023 zum klangvollen Auftakt in eine besinnliche Weihnachtszeit in die Klosterkirche nach Bad Herrenalb ein. Mit „Festlichen Weihnachtsklängen“ und einem „Französischen Weihnachtsfest“ gibt es gleich zwei Veranstaltungen, die die Herzen der Besucher erwärmen.

„Unabhängig von sprachlichen Barrieren, schafft Musik das, was reine Worte oft nicht können. Sie schafft Emotionen, ohne dass eine Sprache verstanden werden muss. Sie verbindet Menschen unterschiedlichster Länder“, so Michael Mack. Der Honorarkonsul der Republik Frankreich und Geschäftsführender Gesellschafter des Europa ParksCEO MACK One schreibt in seinem Grußwort zum „Französischen Weihnachtsfest“: „Das „Klassik im Kloster“-Format stellt dies Jahr für Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Ich danke Frau Zoller, dass Sie dieses Format ins Leben gerufen hat und damit einen großen Teil dazu beiträgt, Deutschland und Frankreich näher zusammen zu bringen.

Seit 2006 haben sich die fast 60 Veranstaltungen der von Sabine Zoller initiierten und organisierten Konzertreihe zu einer überregional bekannten Marke etabliert und bietet zur Weihnachtszeit internationale Klänge mit Künstlern aus aller Welt. In knapp zwei Jahrzehnten waren bereits über 2.000 Kinder und Jugendliche sowie 50 Künstler aus 15 Nationen mit vielfältig arrangierten Veranstaltungen bei den Konzerten zu erleben und begeisterten mit einem großen musikalischen Repertoire ein stetig wachsendes Publikum. Nach verschiedenen Ensembles aus Ländern wie Österreich, Mexiko, Irland, Schweden oder Italien führt die musikalische Reise in diesem Jahr mit Sopranistin Emmanuelle Chimento in das Nachbarland Frankreich. Begleitet von Bariton Frazan Adil Kotwal und mit Olga Wien am Flügel wird bei einem „Französischen Weihnachtsfest“ auch das weltweit bekannte Weihnachtslied „Minuit Chrétiens“ von Adolphe Adam erklingen.

Konzerte-Kinder-Kultur, lautet der Dreiklang der Konzertserie, die in diesem Jahr erneut 100 jugendlichen Nachwuchstalenten im Alter von acht bis achtzehn Jahren eine Bühne bietet. „Diese Veranstaltung zeigt nicht nur das musikalische Können unserer Jugend, sondern auch den hohen Stellenwert, den Kultur und Bildung in unserer Gemeinde einnehmen“, schreibt Frank Mentrup. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe kündigt damit im Programmheft den Philharmonischen Chor und das Orchester 1 vom Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe unter der Leitung von Margit Binder und Manuel Nonnenmann an, die am 9. Dezember mit „Festlichen Weihnachtsklängen“ und einer besonderen Auswahl an Melodien von Meistern der Musikgeschichte, darunter Werke von Saint-Saëns, Vivaldi und Tschaikowski, zu erleben sind.

Mit dem beliebten „Kultur Bonus“, der in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiert, befasst sich Hansjörg Mair, Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus GmbH als Touristiker in seinem Grußwort: Es freut mich sehr, dass der „Kultur Bonus“ schon sein zehnjähriges Jubiläum feiern darf: Mit dem Kauf einer Konzertkarte erhalten Gäste kostenfreien Eintritt in sechs besondere Museen im nördlichen Schwarzwald, auch der Baumwipfelpfad Schwarzwald in Bad Wildbad sowie der Eistreff Waldbronn bieten spezielle Erlebnisse an. So kann das Konzerterlebnis den Auftakt dazu bilden, die Ferienregion Schwarzwald zu entdecken – eine tolle Idee!

Darüber hinaus ist es der Gründerin der Konzertserie in einem Zeitraum von 18 Jahren gelungen, viel Gutes zu tun und über 70.000 Euro für Kinder und soziale Zwecke zu spenden. Passend zu den im kommenden Jahr geplanten Feierlichkeiten zum 875-jährigen Bestehen der Herrenalber Zisterzienser Abtei gibt es zu einem der Konzerte in Bad Herrenalb auch eine kulinarische Besonderheit. In Ruhe und Abgeschiedenheit erlangt der von Peters guter Backstube hergestellte „Klosterstollen“ in den altehrwürdigen Gewölben der Cistercienserinnen-Abtei Lichtenthal seine Reife und wird erstmals zu einem der Konzerte in Bad Herrenalb zu verkosten sein.

Kultur-Bonus 

Die Klassik im Kloster® Konzertkarte bietet zum Musikerlebnis zudem Kultur in Form von ausgewählten Museen, die kostenfrei genutzt werden können oder attraktive Entrées für besondere Ausflugsziele. Zu den diesjährigen Adventskonzerten gibt es vom 02. bis 31. Januar 2024 freien Eintritt in folgende Kultureinrichtungen: Experimenta in Freudenstadt, Ziegelmuseum in Bad Herrenalb, Fahrzeugmuseum in Marxzell, Museum im Schloss Ettlingen, Stadtmuseum in Baden-Baden, Naturmuseum und Infozentrum in Kaltenbronn. Darüber hinaus sind der Eistreff Waldbronn sowie der Baumwipfelpfad Schwarzwald in Bad Wildbad Kooperationspartner für weitere Erlebnisse, vorausgesetzt man ist im Besitz einer „Klassik im Kloster®„-Konzertkarte.

Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen wie der Tourist Info Bad Herrenalb, der Kurverwaltung Dobel, der Stadtinformation Ettlingen, der Touristik Bad Wildbad oder online unter reservix.de erhältlich.

Festliches Weihnachtskonzert – 09. Dezember 2023 – 20 Euro zzgl. VVK 
Französisches Weihnachtsfest – 10. Dezember 2023 – 22 Euro zzgl. VVK

Alle Informationen finden Sie auf www.klassik-im-kloster.com

(Unentgeltliche Werbung)

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Insel Djerba: Die traditionelle tunesische Hochzeit

Musee du Patrimoine

Auf der Insel Djerba habe ich das wundervolle Museum du Patrimoine in Guellala besucht und Interessantes entdeckt. Hier ein Beitrag über die tunesische Hochzeit, genannt „Hijba“, wie sie in traditionellen Familien heute noch gefeiert wird.

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Das Ziel der Braut ist es, zum Zeitpunkt der Heirat möglichst bleich und rundlich zu sein. Mehr über diese Vorgaben erfuhr ich im wundervollen Museum „Musee du Patrimoine“ auf Djerba:

Einen guten Monat vor der Hochzeit schließt sich die Braut freiwillig in ein Zimmer des Familienwohnsitzes („Menzel“) ein, das „doukkana“ genannt wird. Jeder Kontakt mit der Außenwelt wird abgeschnitten, und die Braut vermeidet insbesondere die Sonnenstrahlen und die Hitze.

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Eine Verwandte kümmert sich um sie. Sie reibt täglich ihren Körper mit weichen Ton und Honig (gelée royale) ein und wäscht sie mehrmals am Tag, damit sie eine samtene und weiße Haut bekommt. Gleichzeitig ernährt sich die Braut während dieser Zeit ausschließlich von Produkten, die sie zunehmen lassen. Sie möchte so rundlich und hellhäutig wie möglich werden, um die ästhetischen Erwartungen, die sie am Tag ihrer Hochzeit erfüllen muss, zu entsprechen.

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Geheimnisvolles Tanger

Nacht über Tanger

„Ich hatte aufgehört, Tageskleider zu tragen. Auch wenn die meisten Frauen der in Marokko lebenden Ausländer sie noch bevorzugten, fühlte ich mich bei der Hitze zu eingeengt von den eng anliegenden Oberteilen und hatte bemerkt, dass sich schwingende Röcke leicht an den rauen Mauern der Gassen verfingen. Stattdessen hatte ich ein paar Caprihosen aus den Tiefen meines Koffers geholt, die ich zu Hause bisher nicht zu tragen gewagt hatte, und ein paar einfarbige Blusen, die mir für dieses Klima eher passend erschienen.“

Es ist ein perfides Psychospiel zwischen zwei Frauen, erzählt aus zwei Ich-Perspektiven. Es führt uns tief hinein in das schwülheiße Klima von Tanger im Jahr 1956. In der marokkanischen Stadt am Meer brodelt es, das Land steht kurz vor seiner Unabhängigkeit. Bei den Bildern, die im Roman beschrieben werden, erinnerte ich mich unweigerlich an den Film „Casablanca“.

Denn auch hier geht es um Liebe, Leidenschaft und Verrat. Im Mittelpunkt stehen die beiden Frauen Alice und Lucy, beide teilten einst ein Studentenzimmer an ihrem College in Vermont und waren unzertrennlich. Damals geschah etwas, das die enge Freundschaft der beiden ins Wanken brachte und schließlich abrupt beendete. Alice heiratet, verschwindet nach Tanger, doch Lucy gibt nicht auf, ihre einst und noch immer so heiß geliebte Freundin wiederzufinden, mit allen Mitteln. 

Ich habe diesen Roman in einem Rutsch durchgelesen, er hat mich nicht mehr losgelassen, wo besser auch, als in Marokko während eines Kurzurlaubes. Ein Buch, das zeigt, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse, Normalität und Wahnsinn fließend sind und dass das Drama des Buches jeden von uns auch passieren kann. Die Frage, ob und wie man sich davor schützen kann, ist eine andere.

Christine Mangan: Nacht über Tanger, 367 Seiten, als Taschenbuch 10,99 Euro.

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Tagebuch einer Reise nach Südtunesien – Teil 4

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Ich übernachte im Zelt in einem Sahara-Camp. Wir haben Sandsturm, und der Wind tobt mit 65 km/h über die Dünen. Außer mir sind nur noch 3 französische Touristen im Zeltlager. Alle anderen haben wegen dem Sturm abgesagt. Am Abend sehen wir beim Backen von „Sandbrot“ zu. Der Teig wird unter einer Feuerstelle im Sand vergraben und ist nach 15 Minuten durch das ständige Hin- und Herschieben der Glut gebacken. Das Fladenbrot schmeckt gut und ist knusprig!

Brot backen

Frühmorgens mit Kamel und Führer in die Wüste hinaus. Kamelreiten ist äußerst unbequem und nur was für Geübte. Aber alleine die grazilen Bewegungen und Augenaufschläge des Tieres waren den Ritt wert. Dann Aufbruch und ab ins nächste Abenteuer!

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Über die Wüstenstadt Douz geht es weiter nach Tamezret. Hier leben die Nachfahren der Ethnie der Amazigh. Viele der Wohnungen sind in die Berge gebaut und durch unterirdische Tunnel verbunden. So konnten sie einst ihren Feinden und Invasoren entkommen. Ich besuche ein Café und ein pittoreskes Museum, das einzige im Dorf, und erfahre viel über die Geschichte dieses alten Berbervolkes.

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„Amazigh“ gilt auch als Sammelbezeichnung für die indigenen Ethnien der nordafrikanischen Länder Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien, die sich sprachlich und kulturell von den arabisierten Mehrheitsgesellschaften unterscheiden.

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Schwedenkrimi von der Insel Gotland

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Spannung pur! Die richtige Urlaubslektüre, die mich auch in einer schlaflosen Nacht nicht losgelassen hat. Und wieder ist es eine Schwedin, die für atemlose Spannung sorgt.

Es geht um Pascal Paulson, der verwirrt, schmutzig und nackt in einem Einödhof auf Gotland, einer  vor der schwedischen Ostküste gelegenen Insel, gefunden wird. Polizistin Sanna steht ihm in den letzten Minuten seines Lebens bei.

„Das Mädchen …“, zwei Wörter, die er aus seinem Mund noch herauspressen kann. Gleich darauf stirbt er, und mit seinem Tod beginnt eine mysteriöse Jagd auf den oder die Täter, die sich überall in der Gesellschaft der Insel  befinden können. Und Sanna erinnert sich an einen anderen ungelösten Fall vor ein paar Jahren, genauso schwierig und geheimnisvoll wie dieser hier ist.

Pascal war ein Kampfsportler, jung und drahtig. Wer hat ihn dermaßen zurichten können? Der Fall gerät immer mehr zu einer harten Nuss für Sanna und ihrer Kollegin Eir, der bis zur letzten Buchseite nichts an Spannung verliert. Oder gibt es da vielleicht noch etwas anderes Satanisches tief in den dunklen Wäldern der Insel?

Als Lektüre geeignet für wie schon erwähnt schlaflose Nächte, aber auch für faule Strandtage oder als Pageturner beim Apéritif im Süden …

Maria Grund: Rotwild, 412 Seiten, 15 Euro.

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Afghanistan – ein Roadtrip!

Reuter_Wir waren gluecklich hier
Als am 15. August 2021 die Taliban die Macht in Afghanistan übernahmen, flogen die westlichen Helfer, Soldaten und Journalisten überstürzt ab. Der SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter jedoch ging zurück in das Land, aus dem er seit zwanzig Jahren berichtete. Er beschloss, in Regionen zu reisen, in die Landesfremde mitunter seit Jahrzehnten keinen Fuß setzen durften.

Als ich Reuters Buch über seinen Roadtrip gelesen habe, musste ich an meine eigenen Erfahrungen in Afghanistan denken. Einmal war ich zivil als Reporterin einer Hilfsorganisation vor Ort und zweimal mit der Bundeswehr als Kriegsberichterstatterin. In beiden Fällen habe ich das Land unterschiedlich erlebt, möchte heute aber die Reisen an den Hindukusch nicht missen. Umso mehr interessierte mich nun diese Lektüre, die mir ein recht unbekanntes Afghanistan zeigt. 

Von seinen Erlebnissen und Erfahrungen aus dem neuen Emirat der Taliban erzählt Reuter in seinem Buch. Dabei taucht er tief in die Geschichte und Gegenwart Afghanistans ein und fragt, welche Zukunft das Land unter seinen neuen Herrschern haben kann. Auch mich interessiert das, und ob es irgendwann noch einmal möglich sein wird, dorthin zu reisen. Nicht nur Kabul hat Spannendes und Interessantes zu bieten. Einen kleinen Einblick habe ich zum Glück durch meine persönlichen Aufenthalte bekommen dürfen.

Christoph Reuter: Wir waren glücklich hier, 336 Seiten, 25 Euro.

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Warum nicht mal nach Jersey?

Jersey_Beauport Bay

Jersey’s Beauport Bay


„Luxus bedeutet, mehr zu haben als man braucht.“

Oscar Wilde

Für Euren eigenen Urlaub lässt sich daraus schlussfolgern, dass auch hier weniger mitunter mehr bedeuten kann. Konkret: Es muss nicht immer das Vier-Sterne-Hotel sein, das maßgeblich für den Erholungswert steht. Vielleicht verstellt eine allzu noble Unterbringung gar den Blick auf das Wesentliche: die Destination, ihre Kultur, ihre Menschen.

Jersey_Gorey Castle

The Gorey Castle

Immer noch ein Geheimtipp, gerade wenn Ihr nur ein begrenztes Budget für den Urlaub zur Verfügung habt: Die Kanalinsel Jersey!

Sie mit kleinem Portemonnaie entdecken könnt Ihr jetzt ganz einfach. Und das besondere an dieser Insel ist, dass sie weder zu Großbritannien noch zu Frankreich gehört. Die Insel ist nämlich als „Kronbesitz“ direkt der englischen Krone unterstellt. Dazu ist Jersey die sonnenreichste aller britischen Inseln und wird Euch zudem durch ihre ausgedehnten Strände begeistern.

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Der Leuchtturm von La Corbière.

Günstige Unterkünfte

Auf jeden Fall geht es in Sachen Unterbringung auch ein paar Nummern kleiner, ohne dass Ihr gleich darben müsst. Auch mit engerem Ferienbudget seid Ihr auf der größten der Kanalinseln zu einer erlebnisreichen und erholsamen Auszeit willkommen.

Wenn Ihr lieber die Sterne am Himmel zählt als die Eurer Unterkunft, findet Ihr hier eine Reihe attraktiver Alternativen (www.jersey.com/de/uebernachten). Kleine Pensionen in Strandnähe, kuschelige Boutique Hotels oder großzügige Campingplätze. Selbst in historischen Gemäuern könnt Ihr trefflich übernachten.

Besonders nahe kommt Ihr den Insulanern und ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft bei Unterbringung in einem der vielen Guesthouses (https://bit.ly/40zsKD3). Man findet diese über die ganze Insel verstreut, an Standorten wie der sonnigen St. Brelade’s Bay, innerhalb der zauberhaften Orte an der wilden Westküste oder entlang der pittoresken Bouley Bay im Norden.

Neben dem bekannten B&B (Bed and Breakfast) gibt es auch eine große Zahl an Selbstversorger-Appartements (https://bit.ly/42GbfSO). Hier spart Ihr neben dem höheren Hotelpreis auch die Restaurantbesuche, was ob der hervorragenden Inselküche nicht für Eure gesamte Urlaubszeit empfohlen werden kann.

Zelten ist eine weitere Alternative, Euer Haupt kostengünstig zu betten (https://bit.ly/42MSugr). Seid Ihr erfahrene Draußen-Schläfer mit kompletter Ausrüstung oder Gelegenheitscamper mit Bedarf an einer kompletten Ausrüstung: Wollt Ihr auf Jersey unterm Sternenzelt träumen, werdet Ihr auf jeden Fall fündig. Das gilt auch fürs Glamping (Glamourous Camping), jener komfortablen Spielart der Outdoor-Übernachtung, für die man von echten Campern als Warmduscher getadelt wird.

Anyway, ob Guesthouse, Appartement oder Zelt: Auf jeden Fall verbleibt mehr vom Urlaubsbudget im Portemonnaie, was Eure Möglichkeiten definitiv vergrößert, die Insel noch intensiver kennenzulernen.

Info: www.jersey.com

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Helmut Berger ist tot

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„Die große Sehnsucht meines Lebens: Ich will geliebt werden. Ich brauche Liebe! Avete capito? Das ewige Thema meines Lebens ist die Sehnsucht, geliebt zu werden. Ich kann nicht genug Liebe kriegen.“

Helmut Berger 

Heute ist Helmut Berger gestorben. Er war ein Enfant Terrible – sowohl in der Filmindustrie wie auch im Leben. Der ehemalige Liebhaber von Luchino Visconti hat sein Leben gelebt, welches ohne Kompromisse und voller Skandale und Eskapaden war. Vor einigen Jahren schon habe ich über ihn hier einige Beiträge gemacht.

Von Trennung und Sehnsucht (2015)

Helmut Bergers Rache an Alain Delon (2012)

Helmut Berger im Dschungelcamp (2012)

Helmut Berger über sich selbst (2012)

Jetsetter und Darling der 70er (2012)

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Das, was Halt gibt

Boy meets girl

„Es ist seltsam, wie zunehmend schwer es fällt, das Leben zu ändern, je älter man wird. Wie wichtig und entscheidend die Gewohnheit ist, welch riesige Rolle sie spielt, ohne dass man es merkt. Sie ist so viel entscheidender als die Liebe. Die Gewohnheit zu durchbrechen ist so unendlich schwer, wenn man nicht dazu gezwungen wird. Meistens, geben wir es zu, ist es vielleicht sogar leichter, eine Liebe ziehen zu lassen, als eine Gewohnheit zu durchbrechen. Die Gewohnheit hilft einem, sie gibt einem Halt, und gleichzeitig macht sie einen auch einsam und mürbe, und ich konnte mich nicht entscheiden, ob man in diesem Zustand weniger allein war – oder erst recht allein.“

Auszug aus dem Buch

„Boy meets Girl“ – so kann vieles beginnen. Lange Zeit dachte Nora, sie hätte alles im Leben. Bis sie plötzlich merkt, dass sie nicht mehr glücklich ist – und es schon lange nicht mehr war. Doch kann man mitten im Leben nochmal neu beginnen? Manchmal braucht es nur eine zufällige Begegnung, ein heruntergefallenes Joghurtglas im Supermarkt …

Als sie Gregory trifft, spürt sie, dass das Leben noch etwas anderes bereithält – und doch fehlt ihr etwas, das sie nicht greifen kann. Dann begegnet sie Yann wieder, einen Freund aus alten Tagen, den sie fast verloren glaubte. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf …

Buch lesen Marokko

Ich hatte das Buch während meines Marokko-Urlaubes gelesen, da ich schon von Julia Holbes erstem Buch Unsere glücklichen Tage sehr angetan war. Mir hat es Spaß gemacht, in diese „Vierecksgeschichte“ mit all diesen unterschiedlichen Charakteren einzutauchen. Ein Buch, das leicht macht, aber auch zum Nachdenken und Mitfühlen inspiriert.

Julia Holbe: Boy meets Girl, 285 Seiten, 20 Euro.

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