Wem erzähle ich das?

Smith (Large)Gastautorin Veneda Mühlenbrink

Wem erzähle ich das? Der Titel eines Buches, über den Verlust eines geliebten
Menschen, des einzig geliebten Menschen, gestorben vor einem Jahr und einem Tag.
Die Trauer der Zurückgebliebenen, und der Versuch zwischen Realität und Phantasie den Punkt zu treffen, Abschied zu nehmen, ohne daran zu zerbrechen, und das Leben wieder neu zu entdecken.

Darauf gefasst, auf Klischees und Pathos zu stoßen, irritiert mich das Buch in seiner Klarheit zum Tod. Die Tote erscheint ihrer Geliebten eines Tages. Nicht als Lichtgestalt, wie Sam in dem Film Ghost, eher wie eine langsam verwesende Leiche. Sie riecht nach Morast, und bewegt sich unbeholfen, wie ein Zombie. Lebend noch, als Literaturprofessorin gab sie Vorlesungen. Das geschriebene Wort, die Form, war ihr wichtig. Ihre handschriftlichen Bemerkungen füllten die Ränder ihrer Manuskripte. Jetzt stellte sie unsinnige Fragen, so als würde sie die Bedeutung der Worte nicht mehr verstehen. Real, was ist das? Fragt Sie. Der konstruierte Alltag der trauernden Geliebten funktioniert plötzlich nicht länger.

Sie, die Tote, fängt an, mit ihren wiederkehrenden Besuchen zu nerven, und die Trauernde ertappt sich dabei, das Alleinsein für Momente zu genießen. Einer Freundin erzählt sie von den Besuchen, da könne nur ein Arzt helfen, meinte die. Also beginnt sie, anhand der Notizen und Manuskripten über Vorlesungen der Geliebten, nach Antworten zu suchen. Nebenbei sucht sie eine Therapeutin auf, weil sie glaubt, verrückt zu werden. „You must remember this“, an jedes Detail erinnert sie sich, ein Blick, ein Kuss, eine Diskussion.

Versteht man die Schriftsteller, Poeten und Songwriter der Epochen unserer Zeit, versteht man das Leben. Die Trauernde beginnt, Ihre Bücher zu lesen, Ihre Ausarbeitungen, wie sie es zu ihren Lebzeiten nie tat. Der gemeinsam gekaufte Sessel wird ins Licht geschoben, und mit zärtlichem Blick schaut sie auf Ihre Handschrift neben gedruckten Texten. Die Schrift ist schlecht zu lesen, es ging Ihr zu dieser Zeit schon nicht mehr gut. Und heute habe ich mal 10 Minuten nicht an Dich gedacht. Dieser Satz sagt alles über den Verlust aus. Und die Zeit heilt alle Wunden, ein Satz der Freude nach über einem Jahr, klingt so flach, wie der Glaube an das Jüngste Gericht.

Den Schmerzabbau findet sie in Büchern, Filmen und Kunstgemälden, die Ihr wichtig waren. Dabei darf das Gedicht von Elizabeth Bishop natürlich nicht fehlen: Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu lernen, fast ein bisschen kitschig, aber hilfreich. Das Buch, dort oben im Regal. Sie nimmt es herunter. Es war immer da, in ihrem gemeinsamen Leben, zumindest die letzten dreißig Jahre. Ihr Oliver Twist. Hat sie nie gelesen. Liebevoll schreibt sie ihre Worte darunter: Ich lese Charles Dickens‘ Roman Oliver Twist, die Szene wirkt sehr intim. Unter der Leselampe im Sessel liest sie es zu Ende, mit Ihr.

Die Prosa der Ali Smith ist klare Poesie, und die Substanz ihrer Sätze begründet ihre Sprachgewalt, ohne intellektueller Füllworte. Eine Wanderung durch die Kunst in ihren Formen und dem direkten Bezug zum Leben in seinen Schattierungen.

Absolut lesenswert, denn jeder von uns verliert eines Tages einen geliebten Menschen.

Ali Smith: Wem erzähle ich das?, 225 Seiten, 20 Euro.

 

 

 

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Auslandstierschutz, Motorradfahren und das ganz große Abenteuer

DSC_2440a_resized_5WO3W-Logo_6_3_600_jpg_resized_3Nicht nur in der Adventszeit! Ich möchte Euch gerne mit diesem und weiteren Porträts Menschen und ihr außergewöhnliches Engagement vorstellen. Zum einen, um Euch Ideen zu geben, wie Ihr die Welt ein stückweit besser machen könnt, zum anderen, um diese Projekte und Ideen zu unterstützen.

IMG_20150508_113123_hdr_resized_2Beginnen wir mit der außergewöhnlichen Geschichte von Tamara und Michael Artmann. Und wenn sie Euch gefällt und Ihr auch weiterhin mit auf Abenteuerreise wollt, folgt einfach sl4lifestyle. Ein Klick und Ihr seid dabei!

 

Es ist kurz vor 6 am Morgen. Draußen ist es noch dunkel und kalt. So war das nicht geplant.

Nur noch mit der Sonne aufstehen wollten wir als wir vor nun beinahe 5 Jahren mit unserem Motorradgespann und unseren 2 Hunden Olivia und Fussel aufbrachen, um die Welt zu bereisen. Und jetzt ist es Leika, die uns bellend mit ihren 5 Welpen weckt. Nachts schlafen sie in dem Raum, der eigentlich einmal unser Bad werden sollte. Mit freiem Zugang zu einem Außengehege, das ebenfalls so nie geplant war.

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Arusha und Motte haben Beute gemacht, als wir die Sachspenden aus dem Auto räumen.

Aber geplant hatten wir so einiges nicht, von dem was uns auf unserer Reise bisher passiert ist. Zum Beispiel, dass wir für gut 1 1/2 Jahre in einem katholischen Kloster in Albanien gelebt und gearbeitet haben … Oder dass Michael schwer erkrankt mehrere Monate in der Schweiz zur Behandlung bleiben musste. Oder dass er, kaum wieder erholt, in Bulgarien einen schweren Motorradunfall gehabt hatte, den er zum Glück überlebt aber bei dem er auch fast einen Fuß verloren hätte.

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Mila und ihre Welpen am Friedhof unseres Dorfes. Mit der kleinen Familie sind die ersten Bulgaren bei uns eingezogen.

Genauso wenig hatten wir geplant, dass im Sommer 2013, gerade als wir nach Rumänien weiterreisen wollten, dort begonnen wurde, Straßenhunde zu Tausende zu töten. Wir blieben deshalb damals einige Wochen länger bei Freunden in Bulgarien. Beobachteten die Lage in Rumänien, beteiligten uns an Petitionen gegen das Hundetöten, schrieben Briefe an die zuständigen Behörden, arbeiteten nebenher an unserem Motorrad und kauften ein altes Haus.

Wollt Ihr mitmachen? Und auch weiterhin mit dabei sein? Hier könnt Ihr das Projekt von Tamara und Michael unterstützen: Travel ’n‘ Aid

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Michael wird vom Rudel begrüßt, nachdem er aus Deutschland zurück ist.

Die Idee dahinter war – und ist – dass wir künftig wieder ein Standbein hätten. Wir müssten nicht mehr unseren ganzen Hausstand mitschleppen und könnten die kommenden Reisen etwas leichter angehen. Denn zu Hause in Deutschland hatten wir alles aufgegeben und so glich unser Motorrad anfangs eher einem Haus auf 3 Rädern.

Außerdem fühlten wir uns in Bulgarien wohl und sahen unser kleines Dörfchen im Südosten Europas als idealen Ausgangspunkt für weitere Reisen. Außerdem waren wir noch am Anfang unserer Weltreise und der Preis für unser neues Eigenheim war kaum so hoch wie das was man üblicherweise für einen Jahresurlaub ausgibt. Also schlugen wir zu, brannten ein Loch in unsere Reisekasse und waren plötzlich Hausbesitzer.

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Vor dem Kloster in Shkodër/Albanien mit Schwester Christina und Schwester Michaela.

Den Winter 2013 verbrachten wir dann aber erst einmal im Kloster in Albanien. Und auch den nächsten Winter verbrachten wir dort. Im Sommer kehrten wir jeweils wieder zurück nach Bulgarien, renovierten unser Haus ein wenig, rodeten den Garten und blieben bis in den Herbst.

Schon nach dem ersten Jahr unserer Reise waren wir plötzlich nicht mehr nur zu viert. Wir fanden Hana in Albanien, ausgesetzt an einem Sonntag vor der Kirche und nahmen sie als dritte Fellnase in unseren Beiwagen mit.

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Hana, unsere Albanerin. Der erste Hund, den wir auf unserer Reise aufgenommen haben.

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Clownauftritt im Kindergarten des Klosters.

Einer anderen Hündin konnten wir zu einem neuen Zuhause bei Freunden in Deutschland verhelfen. Das geschah aber alles noch eher nebenbei. Arbeiteten wir doch in Albanien in erster Linie mit Kindern und Jugendlichen und halfen in der klostereigenen Ambulanz.

Kaum waren wir aber erstmal für längere Zeit zurück in unserem kleinen Dorf in Bulgarien, wurde es schnell zu voll für unser Motorradgespann.

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Spritztour mit Abraham und Leandro.

Als Husky-Hündin Mila am Friedhof ausgesetzt wurde, konnten wir einfach nicht Nein sagen. Also blieb sie bei uns und unser Gespann wanderte vorläufig in eine der Scheunen. Milas drei Welpen waren die ersten Hunde, die wir aus Bulgarien vermittelten. Zwei ihrer Töchter leben nun glücklich in Deutschland und Tochter Nummer 3 hat ein tolles Zuhause in England gefunden.

All das geschah vor zwei Jahren.

Mittlerweile sind es mehr als 60 Hunde, die wir erst bei uns aufgenommen und für die wir dann neue Familien finden konnten. Nachdem sie wieder bei Kräften, entwurmt und geimpft waren! Und nachdem wir sie in unser Rudel integriert und ihr Vertrauen gewonnen hatten. Dazu brachten wir ihnen unser „Hunde 1×1“ bei und statteten sie mit Allem aus, was sie für die Reise in ihr neues Leben und für einen guten Start brauchten.

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Wir bekommen eine Futterspende-Lieferung von der Salva-Hundehilfe, die uns auch bei der Vermittlung unterstützen.

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Es ist immer wieder schön, beobachten zu können, wie sich beinahe im Handumdrehen so ein „Straßenköter“ oder „Kettenhund“ in ein Familienmitglied verwandelt. Allerdings ist es immer wieder besonders hart, sie wieder gehen zu lassen.

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Die Welpen freuen sich auf die leckeren Sachen.

Zurück zu Laika, die nun endgültig wach zu sein scheint und uns mit ihrem Bellen auffordert, endlich mal den Tag zu beginnen. Das ist dann auch für die 14 Hunde, die mit uns den ersten Stock bewohnen das Signal, aufzustehen. Wir beeilen uns dann besser auch, denn wenn wir nicht schnell genug sind, um die Bande raus zu begleiten, springen Sie zu uns aufs Bett und überzeugen uns ganz schnell davon, dass es eine gute Idee wäre, schon vor Sonnenaufgang in den Tag zu starten.

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Sara kommt zur Impfung.

Wer schon einmal von der nassen Nase seines Hundes geweckt wurde kann vielleicht erahnen, wie sich dieses Erlebnis im Dutzend anfühlt. Man wird jedenfalls wach. Soviel ist sicher. Selbst wenn die Nacht wieder kurz und der Schlaf nicht ohne Unterbrechungen war. Durchgeschlafen haben wir nämlich seit Monaten schon nicht mehr.

„Unser großer Dank gilt der Salva Hundehilfe e. V. und Nicole Dax, die uns in der Vermittlung der Hunde großartig unterstützen.“

Tamara Artmann

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Beethoven kommt auch mit seiner Familie zur Impfung.

Auf dem Weg nach draußen nehmen wir noch Mick mit, der erst vor einigen Wochen zu uns kam und kurz darauf in das noch letzte freie Zimmer im Haus einzog. Wir waren dort schon fast fertig mit der Renovierung und dann kam unsere Nummer 22! Wie Mick seinen Weg zu uns gefunden hat, wäre eine Geschichte für sich. Das gilt im übrigen für jeden einzelnen unserer Hunde. An Geschichten mangelt es uns wirklich nicht. Die meisten davon fangen allerdings sehr traurig an. Endeten aber zum Glück bisher fast immer mit einem Happy End.

Draußen freut sich unser blinder Stevie, der sein vorläufiges Zuhause in einer Hütte in der großen Scheune gefunden hat, dass jetzt endlich alle raus kommen. Und wie sie das tun. Ausgeruht und voller Energie wird getobt und gebellt. Wenn man wie ich eigentlich kein Morgenmensch ist, ist das mitunter eine Herausforderung. Doch das ist eher Michaels Problem. Nicht so sehr das der Hunde.

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Kristo kommt mit seinem Jagdhund zur Behandlung. Er wurde von einem Wildschwein verletzt. Tamara behandelt ihn.

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Die ersten 2 bis 3 Stunden jeden Tages gehören ausschließlich den Hunden. Erst einmal müssen alle Hinterlassenschaften der Morgentoilette eingesammelt werden … und, das ist eine Menge. Ein Eimer reicht da meistens nicht. Während ich dann den zweiten Eimer fertig mache, trägt Micha noch Lyvka aus dem Haus, die in den Hinterbeinen gelähmt ist. Sie war die Nacht ohnehin mindestens einmal draußen. Dadurch geht sie am Morgen dann zwar als letzte aber so auch als ruhigste in den Garten.

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Laika und ihre Welpen, die in unserem „Bad“ wohnen.

Dann wird gefüttert. Bis auf die Neuankömmlinge und unsere mittlerweile fast taube „Grand Dame“ Olivia, der wir ihre Mahlzeiten in privaterer Umgebung gönnen, alle zusammen.

Für Außenstehende wirken unsere täglichen Fütterungsrituale eher wie eine Zirkusshow, wenn sich das ganze Rudel vor den Näpfen versammelt und erst auf Kommando aufs Futter stürzt. Aber nur so bringen wir Ruhe ins Rudel und können dabei auch gleichzeitig wichtiges Sozialverhalten trainieren. So gibt es zwar eine ordentliche Portion Aufregung vor dem Füttern aber keinen Streit oder Neid. Natürlich ist unser Rudel auch langsam zur jetzigen Größe angewachsen und die „Alten“ helfen uns dabei den „Neuen“ die Regeln zu erklären.

Von da an wird es ruhiger, und ich nutze den Frieden, um schon das Futter für den Abend vorzubereiten. Gegen 9 Uhr trinken wir dann endlich unseren ersten Kaffee. Frühstück gibt es bei uns nie. Dafür haben wir den Luxus, jeden Tag zu brunchen, sobald die Hunde vom ersten Spielen müde und wir schon 2 Stunden gearbeitet haben.

Auch den Rest des Tages verbringen wir normalerweise damit, zu versuchen, unser Haus allmählich von einer Baustelle in ein gemütliches Heim zu verwandeln. Wir haben uns allerdings schon lange damit angefreundet, dass die Hunde unser Haupt-Job sind. Und da wir wissen, dass viele Auslandshunde, die aus öffentlichen Sheltern und Tötungsstationen kommen, es schwer haben in Deutschland und in ihrer neuen Lebenssituation Fuß zu fassen, stecken wir sehr viel Zeit und Energie in das Training.

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Basistraining Familienhund 😉

So bleibt nur wenig Zeit, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten und bis sich der Traum vom fertigen Eigenheim erfüllt, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern. Denn zum Training gehören auch Grundgehorsam und Leinenführigkeit. Und dazu müssen wir mit den Hunden vom Grundstück, sie ausführen und so oft mitnehmen, wie es nur geht. Zum Nachbarn, im Auto zum Einkaufen, zu den Mädchen, die die Kühe und Ziegen hüten. Damit sie mit neuen Situationen konfrontiert werden, die sie noch nicht kennen, um auch außerhalb des Rudels sicher zu werden.

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Rudelzusammenführung. Unser Ass im Ärmel für die Sozialisierung.

Gleichzeitig ist unser Rudel der größte Joker, den wir haben. In diesem leben alle Hunde jeglichen Alters, Geschlechts, unabhängig von Körpergröße oder Handicap zusammen. So passieren die Sozialisierung und auch ein wichtiger Teil des Trainings ganz nebenbei. Neben Spielen, Toben und Kuscheln lernen die Hunde auch, Respekt zu zeigen und auch mal Distanz zu wahren, was uns von den neuen Familien immer wieder bestätigt wird.

Für uns heißt das zwar, dass ein Großteil unseres eigenen sozialen Lebens hinten ansteht, aber keiner unserer Schützlinge soll je wieder hungern, frieren oder Angst haben müssen. Und das ist es uns wert. Außerdem bleibt uns noch ein kleiner, tapferer Kreis an Freunden erhalten, der den Dreck und das Chaos aushält und immer noch ab und zu den Weg zu uns findet – natürlich aber in alten Klamotten.

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Maskottchen Shaun.

Es scheint ein seltsamer Sprung zu sein von der vogelfreien Weltreise zum lokalen Tierschutz. Aber auf unseren Touren konnten wir sehr schnell feststellen, dass wir in Bewegung bleiben mussten, um die Welt unbeschwerter zu genießen. Wer zu lange Pausen einlegt, dem bleiben die Missstände nicht verborgen. Dann kann man entweder darüber hinwegsehen und weiterfahren oder anhalten und versuchen, etwas zu verändern. Das erklärt unsere Situation wohl recht exakt. Und so versuchen wir hier in ganz kleinem Rahmen in unserem Dorf die Situation der Hunde, manchmal auch der Katzen oder der Wildtiere etwas zu verbessern.

Was besonders schön ist: Die Roma-Kinder kommen mittlerweile mit ihren Tieren zu uns, um sie impfen zu lassen oder wenn sie tierärztlichen Rat brauchen. Anmerkung der Redaktion: Tamara Artmann ist Tierärztin. Anfangs kamen sie nur, wenn sie selbst mal eine Schramme hatten oder um nach etwas Brot zu fragen. Seit kurzem sagen sie sogar Bescheid, wenn sie neue Streuner oder herrenlose Welpen im Dorf sehen.

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Die Roma-Kinder lieben Selfies. Hier mit Tamara.

Das ist eine besonders schöne Entwicklung, weil es bisher so war, dass die Kids unglaubliche Angst vor allen Hunden hatten. Das ändert sich gerade etwas und führt langfristig hoffentlich auch zu einem Gesinnungswandel. Das gibt uns Hoffnung. Wir haben hier auch mehrfach angeboten, die Hunde auf unsere Kosten kastrieren zu lassen. Leider ist das bisher auf taube Ohren gestoßen. So werden wir wohl weiterhin bei uns ausgesetzte Welpen oder im Dorf herumstreunende Hunde bei uns aufnehmen und ihnen ein neues Zuhause suchen.

Dabei muss ich an Stevie denken. Ihn habe ich in unserem Dorf umherirren sehen nachdem mir unsere Roma-Freunde einen Tipp gaben. Er war vollkommen abgemagert und völlig desorientiert. Man konnte gleich sehen, dass er blind ist und natürlich verängstigt in fremder Umgebung und ohne Schutz. Wir vermuten, dass er vergiftet wurde. Frostschutzmittel ist hier eine gängige und billige Art, um Tiere ohne großen Aufwand und unblutig loszuwerden. Die Flüssigkeit ist süß und die Tiere trinken sie fatalerweise gerne. Er wurde vermutlich dann zum Sterben an dem vermüllten Bachlauf entsorgt, an dem ich ihn aufgesammelt habe. Wahrscheinlich ist die Dosis nicht hoch genug gewesen, so dass er sich etwas berappelt und dann blind auf die Suche nach Schutz und Nahrung gemacht hat.

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Stevie Wonder gefunden, untergebracht und medizinisch versorgt.

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Er zog dann in unsere Scheune ein mit viel wärmendem Stroh und einer Schutzhütte. 5 Mal am Tag bekam er hochkalorische Mahlzeiten, so dass er schnell wieder zu Kräften fand. Da er als blinder Hund auf ihm unbekanntem Gelände anfangs etwas schwierig in unser großes Rudel integriert werden konnte, hatte er täglich Besucher in seinem Gehege, um sich langsam an die Meute gewöhnen zu können. Mittlerweile läuft er tagsüber aber frei mit allen anderen über das gesamte Grundstück.

Auch wenn wir sie jeden Tag erleben, sind wir trotzdem immer wieder begeistert und auch ein wenig Stolz auf unsere große Hundefamilie. Denn Streit gibt es kaum einmal und schon gar keine ernsthaften Kämpfe. So genießen wir bei all der Arbeit, der Suche nach neuen Familien, den schlaflosen Nächten und nicht zuletzt dem Dreck, den gut 100 Pfoten auf einer Baustelle aufwirbeln können, auch tagtäglich unser Zusammenleben mit unserem haarigen Haufen.

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Lauftraining mit Lyvka, unserer gelähmten Hündin.

Und tatsächlich ist eines am Ende doch beinahe genauso eingetreten, wie wir es uns vor Jahren vorgestellt hatten. Bei all der Routine, die uns jeden Tag erwartet, können wir nur ahnen, was uns morgen wieder begegnen wird.

Unsere Weltreise haben wir vorerst einmal unterbrochen aber irgendwann wird es uns sicher weiterziehen. Ted Simon schrieb über seine Motorrad-Weltumrundung in den siebziger Jahren “ The interruptions ARE the journey“. Das können wir nur bestätigen.

Danke, Tamara und Michael für die schöne Geschichte!

 

 

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Mexiko: Ein Fest für die Toten

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Erinnern wir uns an Allerheiligen in Deutschland. Eine stille Andacht. In Mexiko ist dieser Tag ganz anders, nämlich ausgesprochen fröhlich. Die Friedhöfe sind voller Menschen, ein Orchester spielt Musik auf, die Angehörigen spielen die Lieblings-CDs der Toten ab, es wird gegessen, getrunken und sogar getanzt. Es ist ein sehr farbenprächtiges Fest.

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Der Dia de los Muertos wird vor allem in der Mitte und im Süden des Landes zelebriert. Ich habe ihn in Guanajuato in Zentral-Mexiko erlebt. Was für viele furchteinflößend ist, ist in dem mittelamerikanischen Land ein sehr beliebter Brauch und sogar der wichtigste Feiertag.

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2003 wurde er von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt. Familie und Freunde treffen sich, um ihrer geliebten verstorbenen Familienangehörigen zu gedenken. Auf den Gräbern gibt es reich geschmückte Altäre mit den Lieblingsessen der Verblichenen, Zucker-Totenköpfe und Blumengestecke.

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Familie und Freunde beten gemeinsam, lassen die Gaben ihre spirituelle Reise antreten und erbitten Rat und Trost von den Verstorbenen. Bevor die Spanier im 16. Jahrhundert Lateinamerika kolonialisierten, wurde dieser Feiertag zu Beginn des Sommers begangen. Um mit dem europäischen Allerheiligen besser zu verschmelzen wurde er im Laufe der Zeit auf den 31. Oktober, 1. und 2. November verlegt.

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Wer von Euch hat dieses Fest in Mexiko schon einmal erlebt? Wie heißt der James Bond-Film, bei dem das Fest der Toten in der Anfangssequenz zu sehen ist?

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Da Mariella: Risotto di Zucca

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FROM ITALY WITH LOVE

ll risotto alla zucca è una vera e propria istituzione della cucina italiana: un primo piatto che racchiude tutto il calore delle cotture lente, dei sapori genuini, del buon profumo che sa di casa. Una pietanza di origini contadine, come molti tra i migliori piatti della nostra tradizione: un primo piatto autunnale, semplice e che si prepara in mezz’ora. Il risotto alla zucca è un grande classico che si può facilmente personalizzare e arricchire secondo i propri gusti. Una ricetta che, oltre ad essere squisita, è anche economica e adatta a chi segue una dieta vegetariana.

Il risultato é un primo molto facile nell’esecuzione, sano, saporito e di sicuro successo.

Ingredienti (Large)

Ingredienti

INGREDIENTI PER 4 PERSONE:

Riso Carnaroli 320 gr

Zucca 600 gr

Cipolle 100 gr

Brodo vegetale 1,5 l

Parmigiano reggiano 80 gr

Vino bianco 60 gr

Burro 50 gr

Olio extravergine d’oliva 20 gr

Sale e pepe

Prezzemolo

PREPARAZIONE:

Iniziare la preparazione della zucca: pulitela, tagliatela a fettine e da esse ricavate dei piccoli dadini.

Tritate finemente la cipolla e ponetela in un tegame largo in cui avrete fatto scaldare l’olio (Foto 1 – 2). Lasciate soffriggere la cipolla a fuoco dolcissimo per circa 10 minuti, fino a quando non risulterà così tenera da sciogliersi. A quel punto aggiungete la zucca a dadini e rosolatela per alcuni minuti, mescolando per non farla attaccare (Foto 3 – 4).

Cominciate poi ad aggiungere un mestolo di brodo, e aggiungetene altro, poco a poco fino a portare a cottura la zucca (circa 20 minuti): dovrà risultare ben tenera e cremosa (Foto 5).

Versate il riso nel tegame con la zucca (Foto 6). Mescolate bene per amalgamare i sapori ed impedire al riso di attaccarsi.

Appena il risotto comincia ad asciugarsi, sfumate quindi con il vino bianco (Foto 7) e mescolate immediatamente per non far attaccare. Appena il vino sarà completamente evaporato aggiungete un mestolo di brodo ben caldo (Foto 8), e proseguite via via aggiungendo il successivo solo quando il precedente sarà stato assorbito, fino al raggiungimento del giusto grado di cottura. Ci vorranno 15-20 minuti a seconda del riso utilizzato. Verso fine cottura regolate di pepe e di sale.

Infine, a fuoco spento, mantecate con il burro ed il parmigiano grattugiato (Foto 9). Amalgamate con cura, quindi aggiungete un ultimo mestolo raso di brodo se preferite un risotto più cremoso („all’onda“) ed a piacere un po’ di prezzemolo fresco tritato.

Lasciate rapprendere un minuto prima di impiattare e gustare.

Il risotto è pronto, Buon appetito!

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Eine Parabel auf das Leben und das Sterben

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Es geht um Schuld, Sühne und Vergebung. Auf einem einsamen Bauernhof nimmt eine Gruppe von Männern grausam Rache. Sie töten einen Mann, einen angeblichen Kriegsverbrecher. Seine Tochter, die kleine Nina, überlebt als einzige das Massaker. Zwar wird sie von einem der Mörder im Dielenversteck entdeckt, doch auf wundersame Weise nicht verraten.

Jahre später trifft die erwachsene Frau den Mörder ihrer Familie wieder und fühlt sich auf eigenartige Weise zu ihm hingezogen. Alle Mittäter von damals sind tot, sie starben  unnatürliche Tode. Die poetische Sprache von Alessandro Baricco ist überwältigend, genau schon wie in seinen früheren Romanen „Seide“ und „Oceano Mare“.

Ein Büchlein für einen ruhigen Nachmittag!

Alessandro Baricco: Ohne Blut, 103 Seiten, 10 Euro

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Das beste Geschenk im Leben

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„Das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert.“

Astrid Lindgren, schwedische Kinderbuchautorin (1907 – 2002)

Und nun freuen wir uns gemeinsam auf den morgigen Lese-Donnerstag, an dem es in gewohnter Manier wieder spannende Buchtipps und Leseempfehlungen gibt.

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Den Fisch zappeln lassen?

„Beobachte die Fische im Wasser,
und Du wirst die Vögel in der Luft begreifen.“

Leonardo da Vinci

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Fische angeln und sie dann wieder zurück ins Wasser setzen. Der Rapper Marten Laciny, bekannt als Marteria, hat’s ja kürzlich erst vorgemacht. Irgendwie befremdet mich das. Ist das jetzt neu und trendy? Lediglich für ein Foto oder für den ganz persönlichen Hype den Fisch zappeln lassen, nachdem man ihm den Angelhaken entfernt hat? Was würden wohl die Tiere dazu sagen, hätten sie eine Stimme oder zumindest eine Lobby?

Fische können nicht schreien. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie nicht leiden. Es sind faszinierende Tiere: Laut der Tierschutzorganisation PETA können sie Gesichter nicht nur erkennen, sondern sogar unterscheiden. Außerdem pflegen sie Freundschaften und zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Aber vor allem können Fische Schmerz empfinden. Sie spüren ihn, zeigen ihn mit ihrem Verhalten an, reagieren auf Schmerzmittel und meiden schmerzauslösende Reize.

Und dann kommt der Mensch und macht sich einen Spaß mit ihnen.

Wie seht Ihr das? Seid Ihr FÜR oder WIDER hinsichtlich dieser so genannten Freizeitgestaltung?

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Final destination Maryland – A Photo Diary

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„Well we’re finally here. 6 days and 3005 miles (4980.92 km) later.

Virginia was as beautiful as expected, with some of the trees still showing color. What was really a surprise was seeing Mennonite buggies on the road near our final destination in Maryland.

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I never knew there was an Old Order Mennonite community here in Maryland. Just goes to prove once again, how important it is to travel.

Thank you so much for coming along with us on our journey.“

Gwynneth

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Photos: Gwynneth Anderson

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From Oklahoma to Tennessee – A Photo Diary

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„Here are some of the various things you see when driving across the country:

A roadside billboard with the ten commandments – Oklahoma

A roadside billboard with a „We’re breastfeeding friendly“ statement – Arkansas

Here are some of the things you realize:

Arkansas has lots of rest stops while Texas and Oklahoma have few, if any. Ergo, you better have a bladder of steel if you’re driving through here.

Unexpected discovery – Remington has it’s gun/ammo facility north of Little Rock, Arkansas.

Last but not least, the best town name EVER – Toad Suck, Arkansas.

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Today’s photos are from the Oklahoma City memorial commemorating the victims of the 1995  bombing. One of the most beautiful designs I’ve ever seen. The tree is an elm that somehow survived the blast and was incorporated into the design.

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We’re in Memphis tonight, looking forward too finally reaching Virginia tomorrow. Still plan on driving over Thanksgiving to reach Maryland.

Til tomorrow .. .Cheerio!“

Gwynneth

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Photos: Gwynneth Anderson

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Do you know the lady in the hat?

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No? Then I will explain you. Definitely she is more than just a well-dressed skeleton.

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With her colorful plumed and flowered hat, and overtly toothy grin, La Catrina, „The Skeleton Lady“, heralds the coming of November. The most recognizable Catrina is Jose Guadalupe Posada’s etching „La Calaveras Catrina“. Created between 1910 and 1913, she represents the pronounced wealth possessed by the privileged. This class struggle between the haves and the have-nots led to the 1910 rebellion and Mexican Revolution. La Catrina became a „satirical obituary“ for the wealthy. La Catrina has become the foremost symbol of Dia de Los Muertos. La Catrina is portrayed in many forms: Chocolates and sugar, Paper Maché, and perforated paper banners, naming a few.

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The first full-length Catrina materialized in the 1947 mural „Dream of a Sunday Afternoon in Central Alameda“ painted by Diego Rivera, where La Catrina holds a young Diego’s hand, and Frida Kahlo stands behind them. Prior to the Mexican revolt of 1910s, the social classes were extremely divided; the wealthy enjoying influence and prosperity on their life’s journey to be perceived as „European“, and not people of color. Those of lower social stature, the „invisibles“, were just barely getting by.

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Some say La Catrina’s broad grin symbolizes the joy of living in the moment, in the constant face of Death. By 1948 La Catrina had become an important icon of Mexico’s national identity. La Catrina doesn’t just symbolize the Day of the Dead holiday, but exemplifies the Mexican people’s willingness to not only laugh at death, but to celebrate it. Typically portrayed as an elegantly coiffed, well-dressed European lady of means, Catrina represents all rich people. Whereas, there is no „official“ male counterpart to Catrina, male figures do exist, predominately in Paper Maché arms, either alone, in groups, or partnered with Catrina.

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Before Posada’s famous Catrina, the Aztec people celebrated Mictecacihuatl, the Goddess of Death and keeper of the underworld. People celebrated death during the entire month of August, but after the Christians occupied Latin America, this celebration of death was moved to coincide with the Christian holiday All Hallows Eve/Day of the Dead at the beginning of November.

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Mexican people honor dead in a variety of ways including offerings and alters, songs, and plays and death is treated with humor, respect, or both. November 1 and 2 are looked at as a festive celebration honoring family members with reverence and reconnection, Altars are set up in homes during the month of October to honor relatives, and graveyard visits include meals and treats with a family celebration at the grave site. Those celebrations can be simple or very elaborate. Food and Drink as favorites of the departed, candles and sweets adorn the sites for the evening. Sugar skulls marked with the name of loved ones are munched, to remind family members that dead isn’t the bitter end, but a sweet continuation of life’s cycle.

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November 1 coincides with Mexico’s Day of the Innocents (Dia de los Inocentes), or Day of the Small Angels (Dia de los Angelitos), which focuses on the memories of infants and small children. All Soul’s Day on November 2 coincides with „Dia de los Muertos“ or Day of the Dead, and celebrates the past life of adults. No one is forgotten. And Death, the „Great Equalizer“ verifies that all will die, the rich and the poor, the have and the have-nots.

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